Laura Jansen – Bells

Das Debüt ‚ Bells ‚ von Laura Jansen zeigt lyrische Erfrischungen und zugleich stilistische Wandlungen der besonderen Art und Weise: denn neben starken Einflüssen zu der klassischen Musik von Beethoven, finden sich auch kurioser Electro-Pop und poetische Texte, die schlussendlich durch Ihre melodische Stimme mit engelsgleichen Falsett zusammengeführt wurden. Und schnell ist die große Liebe gefunden. Denn Ihre erste Auskopplung ‚ Single Girls ‚ glänzt mit gleichmäßigen Variationen, träumerischen Melodien und führt zugleich unverkennbare Parallelen zum zweiten Stück ‚ Bells ‚. „Ich schreibe Songs und mache Musik, um Dinge, die in meinem Leben geschehen, zu verarbeiten“. Eine lobenswerte Einstellung, wenngleich es für mich eigentlich die Grundvoraussetzung erfüllt, um Songs zu schreiben und aufzunehmen. Begleitet werden die Songs grundsätzlich von zurückhaltenden Basslinien. Ein weiteres Highlight folgt mit ‚ Wicked World ‚ und ist wohl das zugleich Lied in Ihrem Repertoire mit dem größten Optimismus. Nicht fehlen durfte natürlich auch Ihr Cover ‚ Use Somebody ‚ der Kings Of Leon. Zugeben, in diesen Tagen mag der Auftritt dieser Songs ein bisschen abgedroschen wirken, doch im Anbetracht des Albums durchaus passend. Neben dem Klavier finden auch Streicher und Blechbläser Ihren Einsatz, doch im Gesamten bietet ‚ Bells ‚ trotz der wunderschönen Stimme und dem umschmeichelnden Charme zu wenig Abwechslung. Vielmehr erinnert es an eine lange Zugfahrt durch fremde Länder, deren Landschaften interessante Aspekte liefern – aber schlussendlich nur wenig substantielles im Gedächtnis hinterlassen.

6.5