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Profilaufnahme von Kathryn Williams im warmen Gegenlicht der Sonne, goldenes Strahlen legt sich über ihr Gesicht und Haar, Albumtitel Crown Electric in retro-oranger Schrift.
ALBUM

Crown Electric KATHRYN WILLIAMS

2013
MSTAX ALBUMPROFIL

KATHRYN WILLIAMS verwebt intime Folk-Pop-Geschichten mit poetischer Schärfe: CROWN ELECTRIC zeigt eine Künstlerin, die ihre Stimme zwischen Nostalgie, bittersüßer Leichtigkeit und orchestraler Wärme neu verankert.

Kathryn Williams hat sich nie dem schnellen Takt der Industrie gebeugt, sondern seit ihrem Mercury-Prize-nominierten Album „Little Black Numbers“ einen Weg gesucht, der Introspektion und feinsinnige Beobachtung vereint. Mit „Crown Electric“, ihrem zehnten Album und dem ersten nach vier Jahren, gelingt ihr ein Werk, das sich zwischen Folk und Pop spannt, ohne seine fragile Mitte zu verlieren. Entstanden ist es aus mehr als sechzig Songs, verdichtet auf dreizehn Stücke, die mit einer erstaunlichen Klarheit arrangiert wurden. Produzent Neill MacColl formt zusammen mit Jon Thorne am Kontrabass und Luke Flowers am Schlagzeug ein Fundament, auf dem Streicher, Piano und Stimmen von Gästen wie Ed Harcourt und James Yorkston ihre Spuren hinterlassen.

Schon der Auftakt „Underground“ trägt jene Leichtigkeit, die Beatles-Anklänge mit feinen Streicherfarben verwebt, doch unter der hellen Oberfläche lauert Melancholie. „Gave It Away“ zitiert Elvis Presley, der für „Crown Electric“ arbeitete, bevor er zur Ikone wurde – eine Erinnerung daran, wie Geschichten aus unscheinbaren Anfängen herausragen können. „Count“ hebt sich mit seinen wirbelnden Arrangements ab, während „Morning Twilight“, getragen von Ed Harcourt’s Piano und Stimme, den emotionalen Kern des Albums berührt. Hier treffen sich zwei Gesangslinien in einem zarten Gleichgewicht, das lange nachhallt.

Das Albumcover, eine Sonnenaufnahme von Williams’ Profil, spiegelt diese Dualität: Wärme und Nähe, doch auch eine unscharfe Grenze, die Distanz erzeugt. So klingt auch „Sequins“, das wie eine zarte Wiegeweise anmutet, jedoch von existenzieller Müdigkeit spricht: „I’ve never felt better, and I like the sensation of feeling numb.“ In „Arwen“ verbindet sich ihre Stimme mit der von James Yorkston zu einem schattenhaften Duett, während „Tequila“ pastoral flirrt und an Nick Drake erinnert. 

„Crown Electric“ ist ein Werk, das Zeit und Geduld verlangt. Es glänzt nicht mit lautem Statement, sondern mit subtilen Brüchen, poetischen Bildern und einer Stimme, die sich in Schattierungen entfaltet. Kathryn Williams beweist, dass sie nach mehr als zwei Jahrzehnten im Geschäft noch immer neue Räume für Zartheit und Schärfe findet.

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Profilaufnahme von Kathryn Williams im warmen Gegenlicht der Sonne, goldenes Strahlen legt sich über ihr Gesicht und Haar, Albumtitel Crown Electric in retro-oranger Schrift.

Kathryn Williams – Crown Electric

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