Broken Bells – Broken Bells

Das Projekt Broken Bells begann als Kollaboration zwischen Star-Produzent Brian Burton alias Danger Mouse, der unter anderem durch die musikalischen Projekte wie Gnarls Barkley, Gorillaz oder The Good, The Bad & The Queen bekannt wurde und seinem Band Kollegen James Mercer, Sänger der Band The Shins. Die Aufstellung versprach also im Vorfeld schon Großes und auch das fertige Ergebnis auf Ihrem ersten gemeinsamen Album ‚ Broken Bells ‚ kann sich sehen lassen. Es war ein Experiment das auch hätte schief gehen können, immerhin bewegen sich die beiden Charaktere auf völlig unterschiedlichen Ebenen, doch am Ende zeigte wieder einmal das alte Sprichwort: Gegensätze ziehen sich an. Zwei moderne Genies missbrauchten dieses Sprichwort um auf knappen vierzig Minuten eine Platte zu konstruieren, die zweifelsohne zu den dynamischen und zukunftsorientierten Werken 2010 zählen dürfte. Geschrieben wurden die Texte in vertrauter Gemeinsamkeit und doch ist es eine Arbeit, die in der Mitte gespalten wurde. Beide Hälften besitzen Ihren ganz persönlichen Charme, jeder Song bietet auf seine Art und Weise Platz für Interpretationen und verzichtet auf eine kontinuierliche Belüftung für bestimmte Themen oder Sachgebiete. Was ‚ Broken Bells ‚ so überzeugend macht ist auch das Ergebnis einer breiten Palette zweier Tüftler. Die erste Single daraus ist ‚ The High Road ‚ und erschien bereits Ende Dezember als kostenloser Download auf der offiziellen Band Homepage. Ein Song der stimmlich wie akustisch keine Wünsche offen lässt, während das Neo-Psychedelische ‚ You Head Is On Fire ‚ klingt wie eine digitale Zone in Ruby Suns. Einen leichten Fab Four Einfluss findet sich dagegen im fünften Stück ‚ Sailing To Nowhere ‚. ‚ October ‚ glänzt mit sanften Klavier-Linien, wirkt nachdenklich und erinnert im Refrain an ‚ Rabbit In Your Headlights ‚ von Thom Yorke. Das komplexe Ende von ‚ The Mall & Misery ‚ dient als eine Art Anti-Höhepunkt auf ‚ Broken Bells ‚. Es lässt seine Qualitäten süchtig machen, verschlägt uns in eine orientalische Stimmung und in ein lakonisches Gefühl, das nur als überwältigend zu beschreiben ist. Insgesamt herrscht auf ‚ Broken Bells ‚ die Atmosphäre aus den 60er Jahren, die Aufrechterhaltung durch die zehn Stücke funktioniert bestens und setzt von der Eröffnungszene bis zum spirituellen Schlusspunkt sehr hohe Standards, die in Zukunft nicht nur Lust auf mehr der Broken Bells machen, sondern auch einige andere Bands in diesem Jahr maßgeblich beeinflussen werden.