Volbeat – Beyond Hell / Above Heaven

Erfolg. Erwartungen. Mehr Erfolg. Höhere Erwartungen. Druck. Zufriedenheit. Und diese Zufriedenheit ist an dieser Stelle etwas Besonders: Denn selten findet sich diese Eigenschaft auf beiden Seiten und strahlt dazwischen sowohl auf Volbeat, wie auch auf deren stetig wachsende Fangemeinde. Kein Wunder also, das pünktlich zum neuen Werk ‚ Beyond Hell / Above Heaven ‚ ein großes Label in Form von Universal Music an Land gezogen wurde. Erfolg macht eben interessant, aber im Betrachtungswinkel von Volbeat gehört hier eine verdammt ansprechende Musik dazu, die seit Jahren zwischen Rock’n’Roll, Metal und krachendem Alternative Rock Ihr unaufhaltsames Unwesen treibt. Die Herrschaften um Volbeat stammen selbst aus Skandinavien, der Heimatregion dieser Genres, und zeigen auch bei ‚ Beyond Hell / Above Heaven ‚ warum die Amerikaner in dieser Hinsicht noch viel zu lernen haben.

Die Einflüsse von Volbeat greifen im ikonischen Rock’n’Roll von Johnny Cash und Elvis Presley ebenso, wie die Begeisterung für den freundlichen Punk-Rock von Joe Strummer und Michael Ness bzw. Social Distortion. Das verbindet sich mit einem ausgeprägten Hang zu schweren, lauten Gitarren und hymnischen Chören, die auch im neuesten Werk nicht lange auf sich warten lassen. Daneben kämpfen ein hallendes Schlagzeug, eine Mundharmonika gegen den besonders geradlinigen und schnörkellosen Produktions-Ansatz. Und auch wegen der markanten Mischung Ihrer Einflüsse, findet sich bei Liveshows ein höchst gemischter Haufen im Publikum wieder. Während der Opener mehr die Gebiete des Metals erkundigt, springt das zweite Stück ‚ Heaven Nor Hell ‚ in die populäre Rockmusik über. Düsteres Gewand benötigt man dagegen wieder im nächsten Song ‚ Who They Are ‚. Mit einem hymnischen Beginn startet ‚ A Better Believer ‚ und lässt es dementsprechend wieder etwas flotter angehen.

‚ 7 Shots ‚ verkleidet sich kurzerhand im Country-Stil inklusive Banjo und erhält gegen Mitte sangliche Unterstützung von Mille Petrozza. Die Dänen lassen auch im zweiten Teil der Platte nur wenig anbrennen, leiten ‚ A New Day ‚ durch hügelige Landschaften und begrüssen im folgenden die Up-Tempo Rockabilly-Nummer ‚ 16 Dollars ‚. Ein wenig übertrieben haben es Volbeat dagegen mit ‚ Evelyn ‚ das auf gesamte Sicht der Platte zu aufgesetzt durch die Strophen poltert. Am Ende bestätigt der anfängliche Satz die frühe Einschätzung. Volbeat veröffentlichten mit ‚ Beyond Hell / Above Heaven ‚ eine Platte, die unsere vollste Zufriedenheit und Anerkennung verdient. Und mit diesem abschließenden Satz lehnen wir uns nun zurück und beginnen nochmals beim ersten Track ‚ The Mirror And The Ripper ‚.