TOY – Join The Dots

TOY gehörten im letzten Jahr zu den aufregendsten Kraut-Rock/Psych Bands und setzten nun auch in den letzten Tagen des Jahres 2013 alles darin mit Ihren psychodelischen Jam-Sessions – angetrieben von schwirrenden Gitarren, Tom Dougalls tiefer Stimme und der Bereitschaft musikalisch zu experimentieren – erneut das Bewusstsein Ihrer zahlreichen Anhängerschaft gehörig durcheinander zu wirbeln. Und so erleben wir im eröffnenden Stück ‚ Conductor ‚ über sieben Minuten ein fast unheimliches Ensemble an psychedelischen und ominösen Geräuschen, die surrend aus dem Hintergrund eine fast schon einschüchternde Einführung auf den Hörer ausüben. Erst in ‚ You Won’t Be The Same ‚ öffnen TOY Ihre schummrigen Nebelschwaden und verschmelzen Ihre psychedelischen Tendenzen mit einer sehr ausgereiften Mischung aus Indie- Sensibilität und Shoegazing.

Ein früher Höhepunkt kommt in Form der ersten Single-Auskopplung ‚ Join the Dots ‚. Der Song ist ein dunstiger Epos, angetrieben durch Melodie, Gesang und einer äußerst befriedigenden Krautrock-inspirierenden Synth-Bass-Dualität. Es ist ein beeindruckendes, wenn auch etwas langwieriges Lied – in dem jedoch die Leidenschaft der Band für Psychedelia eine unbändige Willenskraft an den Tag legt und dabei eingängiger als jemals zuvor erklingt. ‚ Endlessly ‚ ist dann nostalgisch und verzückt mit niedlichen Pop-Idealen, die anschließend einer deutlich entspannteren Dream-Pop Auslegung in der zweiten Hälfte weicht und Ihr Ende in dem wunderschönen und über zehn Minuten schwebenden ‚ Fall Out of Love ‚ findet – düstere Basslinien und erneut sehr ungewöhnliche Gesänge werden hier ein letztes Mal in ein beständiges Dröhnen gehüllt.

Auch in der kommerziellen Ecke der globalen Musikwelt hat sich der Name TOY schnell herumgesprochen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Band von Placebo im November eingeladen wurde, sie auf ihrer Europatournee zu begleiten.