Suche läuft …
Drei junge Männer stehen in lässiger Pose vor einer Backsteinmauer, die Mittelfinger ausgestreckt, Schwarz-Weiß-Ästhetik. Der obere und untere Bildrand wird dominiert von wuchtiger weißer Typografie auf schwarzem Grund: „THE CHATS“ und „GET FUCKED“. Das Cover strahlt Anti-Establishment-Haltung und ungeschönte Working-Class-Wut aus – mit einem Schuss Humor.
ALBUM

Get Fucked THE CHATS

2022
MSTAX ALBUMPROFIL

Leadsänger und Bassist Eamon Sandwith erwähnte, wie sehr Green Day ihn als jungen Musiker beeinflusst hat, und GET FUCKED von THE CHATS teilt eine ähnliche Energie für eine neue Generation.

Punkrock hat in letzter Zeit so etwas wie eine Renaissance erlebt. Die australische Musikszene floriert in letzter Zeit dank Künstler und Künstlerinnen wie King Gizzard, Amyl and The Sniffers und Courtney Barnett – und auch für The Chats aus Queensland scheint dies eine günstige Zeit zu sein. Der Frontmann der Chats, Eamon Sandwith, hatte einmal eine unwillkommene Begegnung mit einer Autoritätsperson. Er ist sauer, dass diese Uniform ihm wegen eines kleinen Verstoßes das Leben schwer macht. Diese Person ist „Got a bit of power, ain’t afraid to abuse it“, ihre „Only form of contact is intimidation“. „You can’t run from me“, knurrt der Sänger über ein zuckendes Riff hinweg, „I’m The Ticket Inspector“. Der Song heißt, in der unverblümten Art von The Chats, „Ticket Inspector“. Es geht buchstäblich darum, dass Eamon festgenommen wird, als er mit einem Kinderticket in den Zug steigt. Während seiner kurzen, scharfen Dauer ist „Get Fucked“ voller ähnlicher Geschichten.

Diese Platte ist schneller, wilder und direkter als alles, was The Chats zuvor gemacht haben. Der neue Gitarrist Josh Hardy hat eine Geschichte in Rockabilly-Bands und der abschließende Track „Get Better“ nimmt diesen Einfluss auf und folgt ihm, wobei die Gruppe ihr charakteristisches Chaos für einen kurzen Moment prahlerischer Zuversicht eintauscht. Dieses Selbstvertrauen wird in überzeugende Richtungen gelenkt, da The Chats gegen alle und jeden vorgehen, der versucht, die Wohlfühl-Party-Stimmung zu ruinieren. Diese Platte macht sich über Fahrkartenkontrolleure, Strandrassisten und Boy Racer lustig und lässt sie mit Gelächter gegen Jobs und Ignoranz kämpfen. Aber so sehr die Chats wie die Art von Band erscheinen, die gerne ein Stadion voller Guns N’ Roses-Fans ködern würden, so finden sie es genauso toll, die strenge Pose zu untergraben. 

Ihre Songs beschäftigen sich so sehr mit den alltäglichen Ärgernissen des Lebens und klingen dabei so stolz unpoetisch, dass ihre Frustration und Aggression gar nicht anders klingen kann, als freudig und feierlich. Steckt hinter den Chats mehr als Rotz, Spucke und einer Zigarette? Ja, aber man muss schon zweimal hinschauen.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Bei einem Kauf erhält MariaStacks eine kleine Provision.

Album anhören

Anspieltipps: Ticket Inspector, Get Better

Passende Konzepte

Basierend auf Stimmung, emotionalem Profil und Klangcharakter von „Get Fucked“.

MSTAX Konzeptprofil
70%
4 Stimmungen
MSTAX Konzeptprofil
0%
4 Stimmungen
MSTAX Konzeptprofil
0%
5 Stimmungen
MSTAX Konzeptprofil
0%
4 Stimmungen
MSTAX Konzeptprofil
0%
4 Stimmungen

Ähnliche Alben

„Get Fucked“ belegt aktuell Platz 333 innerhalb der Stimmung Aggressivität (AG). Die folgende Auswahl zeigt Alben derselben Stimmung, die im Ranking darüber oder darunter liegen.

2012
Living Things
AG-0329-TZ
2021
Is 4 Lovers
AG-0330-KR
2012
Dross Glop 1
AG-0331-PR
2020
High Risk Behaviour
AG-0332-AG
2022
Get Fucked
AG-0333-AG
2011
Wasting Light
AG-0334-KR
2020
III
AG-0335-TZ
2012
The General Strike
AG-0336-KR
2009
Ruined My Life
AG-0337-KR