Fuzz – III

Produziert von Steve Albini, ist III von FUZZ ein hymnischer Ausruf der Selbstsicherheit. Jeder Song behandelt die Souveränität aus einem anderen Blickwinkel und verstärkt die Botschaft mit sengenden Gitarrensoli.

Nach zwei Alben, auf denen Fuzz um Ty Segall und Charles Moothart die Uhr auf die späten 60er und frühen 70er Jahre stellten, um den (meist erfolgreichen) Moment wiederzuerlangen, in dem Garage Rock auf Acid Rock traf, haben sie mit „III“ wirklich ins Schwarze getroffen. Mit dem neuen Bassisten Chad Ubovich an Bord hat die Gruppe eine Platte aufgenommen, die nicht nur an den frühen Black Sabbath oder Blue Cheer erinnert, sondern auch stolz wie ein siegreicher Held neben ihnen steht. Mit Hilfe von Steve Albini’s schnörkellosem Aufnahmejob und einem allgemeinen Verzicht an Overdubs, Hall und Schnickschnack ist der Sound direkt und kraftvoll.

Segall’s Schlagzeug ist eine Naturgewalt, Ubovich’s Bass dröhnt, wenn es nötig ist, spielt melodisch mit der Gitarre, wenn es nötig ist, während Moothart’s Gitarre eine übersteuerte Sache von hässlicher Schönheit ist. Diese zaubert geschmolzene Riffs, die aus den Lautsprechern fallen, schlangenhafte Soli entfesseln und im Grunde genommen Anspruch auf einen Platz am Tisch der Gitarrenhelden um 2020 erheben. Sowohl Segall als auch Moothart sorgen für knurrende Gesänge, die die Songs anpeitschen und klingen dabei meist wie Ozzy’s brutale Neffen. Tracks wie das stampfende „Time Collapse“ und „Returning“ verehren definitiv Black Sabbath. 

Auf „Nothing People“ hören wir „I’m not telling you how to sing, I’m gonna do my thing“ und genau das macht das Trio auf allen acht Tracks der Platte. Das Ergebnis ist spielerisch, verliert aber nie den Fokus. „III“ ist dabei weder ein subtiles noch ein abwechslungsreiches Album. Vom ersten bis zum letzten Song ist es ein Angriff von rohem, kopfschlagendem Garagen Rock.