Death from Above 1979 – Is 4 Lovers

Es ist verrückt zu denken, Death From Above 1979 wären eine One-Album-Band geblieben, hätten sie nach ihrem Debüt nicht wieder zusammen gefunden. Stattdessen leben wir jetzt in einem Universum, in dem sich allmählich eine der beständigsten Diskografien der Branche entwickelt.

Sebastien Grainger und Jesse F. Keeler sind auf ihre eigene Art und Weise Pioniere. Es sollte daher nicht überraschen, dass Death from Above 1979 nach knapp 20 Jahren und 4 Alben wissen, wie man eine Platte zusammenstellt. Seit ihrer Reformation im Jahr 2011 hat das Duo sein Handwerk verfeinert, die Wildheit seiner frühen Jahre genutzt und es in eine stabilere, reifere Richtung gelenkt. Death from Above 1979’s letztes Album „Outrage! Is Now“ war sowohl eine Reaktion auf die reaktionäre Kultur als auch ein Aufruf zur Revolution. Jetzt dreht sich bei Sebastian Grainger und Jesse F. Keeler alles um die Liebe.

Es ist nicht ganz klar, warum sich die in Toronto gegründete Band jetzt dafür entscheidet, einen „totally new sound“ einzuführen (zumindest behauptet das ihre Pressemitteilung). Ein Großteil ihres selbst produzierten Albums „Is 4 Lovers“ ist großartig. Auf „Glass Homes“ gibt es schlurfende, lebhafte Synthesizer, die an ein anderes (kürzlich pensioniertes) Duo erinnern (Daft Punk). „One + One“ ist von nervöser Dringlichkeit und knirschenden Gitarrenriffs durchzogen, während „Mean Streets“ auf einem düsteren Klavier beginnt, bevor es in einen ausladenden Wahnsinn aus Percussions und Rückkoppelungen explodiert.

Wie dem auch sei, es gibt immer noch ein unangenehmes Gefühl, dass sich die Band auf ihren Lorbeeren ausruht. Die Platte ist immer noch gut – Death from Above 1979 sind zu talentiert, um es anders zu machen – aber für eine Band, deren Geschichte auf Grenzüberschreitungen beruht, ist es letztlich ein wenig enttäuschend.

6.4