Katie Melua – Album No. 8

Dies ist ein entspanntes Album von KATIE MELUA, das sich auf das verträumte Milieu der Siebzigerjahre von Laurel Canyon stützt und einen Hauch der üppigen Pracht von Burt Bacharach enthält.

Bekannt für ihren warmen, hell nachhallenden Gesangsstil, meidet Katie Melua ihr zartes Vibrato für eine weichere, diffus klingende Stimme. Während das Album nach dem Ende ihrer sechsjährigen Ehe aufgenommen wurde, fühlt es sich zu kurz gedacht an, „Album No. 8“ als Trennungsalbum zu bezeichnen. Sicherlich spricht Melua ausdrücklich die Trennung im Stück „Remind Me to Forget“ an und singt: „You’re so good at hiding/But I always seem to be reminded/Love is change.“ Obwohl anderswo ähnlich melancholische Vorstellungen auftauchen, wie beim düsteren „A Love Like That“ und dem sehnsüchtigen, vom Punk beeinflussten „Joy“, ist das Gesamtgefühl eine tiefe Selbstreflexion und ein urteilsfreies musikalisches Experimentieren. Verschwommene Synthesizer, dahinjagende elektronische Beats und gespenstische Gitarren tauchen im gesamten Album auf.

Sie vertieft sich in „English Manner“ in den Elektro-Pop der frühen 80er Jahre und singt in der Ballade „Heading Home“ von ihrer Jugend: „I wish I could go back and tell my younger self none of this matters, even though it hurts like hell.“ Diese Zutaten machen dieses Album zu einem reichhaltigen, wunderschön aufgenommenen Gesamtkunstwerk, das sowohl filmisch als auch introspektiv wirkt. „Your Longing Is Gone“ ist vielleicht das herausragende Stück des Albums, eine herzzerreißende, aber bittersüße Ode an eine verschwundene Liebe, die Melua’s hochfliegende Gesänge und ihre markante Melancholie zeigt. „Album No. 8“ ist ein sehr persönliches Album, das sich anfühlt, als hätte Melua es in erster Linie für sich selbst aufgenommen. Es lohnt sich, entspannt die Füße hochzulegen und mit diesen Songs mitzuschweben.