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AGENT SIDE GRINDER Hardware

2012

In den Tiefen der 80er Jahre entfaltet AGENT SIDE GRINDER mit HARDWARE eine hypnotische Melodienreise, die von Joy Division inspiriert scheint und mit einer Mischung aus Industrial, Post-Punk und Elektro beeindruckt.

Wir starten in den Tiefen der 80er Jahre. Dort wo Industrial, Post-Punk und Elektro sich das erste Mal begegneten. Die Aufsicht hatte Sänger Kristoffer Grip mit seinen tiefen und druckvollen Gesängen. Aber Moment! Das erste Album von Agent Side Grinder erschien erst viele Jahre später im Jahr 2008. Sind es also die rechtmäßigen Erben von Joy Division? Zumindest bringen die Schweden die nötige Ernsthaftigkeit in die Rhythmen, überfahren hypnotische Synthie-Sequenzen mit erfinderischen, anmutigen und eindringlichen Melodien. Eine explosive Mischung mit lupenreiner Zusammensetzung. ‘ Sleeping Fury ‘ greift während der Schlafenszeit nach der morbiden Macht. Monotone Beats und durchdringende Gesänge reißen uns aus der Ruhepause und schicken uns in die musikalische Zeitreise durch nebelverhangene Landschaften. 

Ein wenig heller erstrahlen hier schon die Melodien im dritten Stück ‘ Rip Me ‘, mit den sich öffnenden Ryhthmen und der Präzision im Bereich der Eingängigkeit – auch wenn die Texte etwas anderes erzählen möchten. Danach folgt das metallisch klingende ‘ Wolf Hour ‘, welches in Kollaboration mit Henric de la Cour entstanden ist. Die analoge Welt gehört Agend Side Grinder. Eine Welt, in der die große Stunde der Computer Anfang der 80er Jahre schlug. Doch wer bis hierhin der unwiderstehlichen Hypnose widerstehen konnte, der wird spätestens mit dem fünften Stück ‘ Mag 7 ‘ umso rücksichtsloser in die äußerst effektive Hypnose versetzt. Aufdrehen, aufstehen, sich von den Melodien treiben lassen. Es ist eine unbezwingbare Düsternis, eine stilistische Atemvielfalt voller herausfordernder Arrangements.

Danach überzeugen Agent Side Grinder nochmals mit dem vorletzten Stück ‘ Bring It Back ‘ und lassen mit ‘ Stranger Stranger ‘ die Platte gemächlich ausklingen. Den Schweden gehört ohne Zweifel die erste Hälfte des Albums: groovige Rhythmen, seltsame Rhythmen, sehr melodisch in der Gesamtheit unter Beibehaltung der Dunkelheit. Man kann darin eintauchen, oder diese ignorieren und sich einfach nur der fantastischen Musik hingeben.

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69
objekt
2012
Hardware
DU-0424-AG

Dieses Album ist innerhalb seiner Stimmung platziert und bewertet. Die folgende Auswahl zeigt Titel derselben Stimmung, die im Ranking darüber oder darunter liegen. Sie dient der Einordnung, nicht der Empfehlung.

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