Grande Roses – Hide

Schlicht das Artwork, überschaubar das kleine Dörfchen aus dem Norden Schwedens aus dem die Grande Roses kommen und aufgeladen das eigene Selbstbewusstsein: „Man kann uns mit Gun Club, Sisters of Mercy, den früheren Sprignsteen und The National vergleichen, aber unser Sound ist viel, viel, viel besser!“ Ein gefundener Satz der natürlich auch in dieser Kritik aufgenommen werden muss und so hörte ich gespannt in die ersten Minuten zum Opener ‚ Go Home ‚ aus der ‚ Hide EP ‚: Göran, Johan, Erik, Magnus und Emil von Grande Horses spielen durchaus eine fesselnde Mischung aus klassischen Elementen des Rocks und schmissigen Indie-Melodien im Stil von Mando Diao. Die Melodien laufen zielstrebig durch wunderbare Hymnen für einsame Stunden in dunkler Jahreszeit und auch das zweite Stück ‚ Dancing Away ‚ donnert aus dem Hintergrund mit einer gewissen Nachdenklichkeit durch eingängliche Refrains und eindringliche Wirbelstürme. ‚ Step Into Fire ‚ verstolpert sich dann allerdings ein wenig zu sehr im hohen Gestrüpp und auch ‚ I Hear Drums ‚ verfehlt die ansonsten herzliche Umarmung und bleibt auf halber Strecke mit trockenem Gaumen am Gartenzaun hängen. Generell lässt sich insbesondere durch die ersten beiden Songs die Größe der Band erahnen. Den Abschluss bildet ‚ Follow The Lights ‚ und präsentiert seine strahlende Eleganz im Stillen. Sehnsüchtige Gitarren drängen in den Vordergrund, setzen melancholische Gedanken in Szene und lassen das ungestüme Klampfen der letzten Songs in Vergessenheit geraten. Insgesamt bleibt es aber bei dem anfänglichen Gedanken einer guten Rock Platte, deren volles Potential sich mit ein bisschen Glück auf dem kommenden Album zeigen dürfte.