Kele – Trick

Im Zuge der laufenden Pause von Bloc Party, lädt uns Kele Okereke wieder in seine warme, einladende Welt der sinnlichen Tanzmusik ein. Sein zweites Soloalbum ‚ Trick ‚ gefällt mit seinen Schattierungen aus UK-Garage, pochenden R’n’B und den New Wave Synths. Das lässt sich nett nebenbei hören und zeigt einmal mehr, dass der ikonische Frontmann von Bloc Party seine Talente nicht nur im Bereich der Gitarren und der Indie-Musik findet. Seine Hände ruhen seit einigen Jahren vermehrt auf der Elektronik und begeisterte mit seinem ersten Album ‚ Boxer ‚ auch die Bloc Party Anhänger. Es begeisterten die unverwechselbaren Gesänge, emotionalen Texte und zugleich appellierte er an die elektronischen Puristen mit seinen ursprünglichen Beatstrukturen und der intelligenten Produktion. Da war so einiges geboten. Auf ‚ Trick ‚ hat Kele die Texte in den Hintergrund gerückt. „I can’t fight, it’s just too strong/ I’ve been waiting oh so long,“ singt er da zwischen weltlichen und generischen Linien in ‚ First Impressions ‚ und trotz der offensichtliche Leidenschaft bleibt eine seltsame Leere zurück. Funkelnde rhythmische Konstellationen, die unter den Füßen brummen, gibt es auf ‚ Trick ‚ haufenweise, auch ist der Stil etwas dunkler und für ein Genre, dass nicht unbedingt mit Subtilität glänzt, ist das Ergebnis hier faszinierend. Man könnte die Formeln und vorgeschriebenen Routen ausblenden und die persönliche Offenbarung und Empfindlichkeit von Kele schlicht genießen. Doch man ist von Ihm einfach besseres gewohnt und teilweise darf man Ihm die statischen Ergebnisse durchaus übel nehmen. Für die Tanzfläche vollkommen ausreichend, für Kele kann das jedoch nicht der eigene Anspruch sein.

6.3