Twin Atlantic – Free

Nach dem sträflich kurzen Debüt-Minialbum ‚ Vivarium ‚ aus dem Jahr 2009 von Twin Atlantic, haben die Fans in den ersten Monaten des neuen Jahres gespannt auf eine weitere Veröffentlichung gewartet. Gegen Ende April veröffentlichte die schottische Alternative-Rock-Gruppe dann endlich Ihr Album ‚ Free ‚ Red Bull R (EMI) und befriedigte damit das Verlangen mit dreizehn begeisterungsfähigen und blank polierten Tracks. Um sicherzustellen, dass sie den richtigen Sound auf dieser Platte erfassen holten sich Twin Atlantic die Hilfe von Produzent Gil Norton, der für seine Arbeiten mit berühmten Alternative-Rock-Gruppen wie den Foo Fighters, Pixies, und Jimmy Eat World bekannt und berühmt geworden ist.

Genau wie es der Titel ‚ Free ‚ vermuten lässt, ist das Album eine schnelllebige und lebendige Darstellung von Heavy-Rock-Musik.  Während des gesamten Albums zieht Sänger Sam McTrusty seine Kreise zwischen traditionellem Gesang und heftig schmetternden Melodien. McTrusty setzt seinen rohen und schreienden Gesangsstil präzise in die Songs und ergänzt damit die turbulente Reise durch treibende Gitarrenriffs und den bösartig schlagenden Craig Kneale am Schlagzeug. Das in Kombination und in der reinsten Form erleben wir in den Songs ‚ Edit Me ‚, ‚ Apocalyptic Renegade ‚ und ‚ Make A Beast Of Myself ‚. Doch leider muss natürlich auch ‚ Vivarium ‚ einbezogen werden und hier hätte man sich dann schlussendlich doch mehr erhofft.

Oftmals unterscheiden sich Twin Atlantic kaum von gängigen Power-Pop-Bands und so benötigt es schon zwingende Momente wie im Stück ‚ Eight Days ‚. Dieses beginnt mit ein paar verfallenden Gitarrenriffs, gefolgt von einer schlammigen Basslinie und schnellen Drum-Beats. Der Song verfügt über Melodien und einen McTrusty – die süchtig machen. Dazu noch der hymnische Refrain der den Zuhörer zum Mitsingen bittet. Am Ende bleibt ‚ Free ‚ somit ein fruchtbarer Boden mit einem unverwechselbaren Gesangsstil und tiefer Leidenschaft für die eigene Musik.