Trouble Over Tokyo – The Hurricane

Eine sympathische Erscheinung ist er ja, der britische Musiker Toph Tailor. Besonders in Kombination mit den rockigen Tönen seiner Band. Trouble Over Tokyo nennt sich diese und das aktuelle Werk ‚ The Hurricane ‚ wird am 18. März 2011 in Deutschland erscheinen. Toph Taylor ist bekanntermaßen der Inbegriff für komplexe, gefühlvolle Songs, die als regelrechte Ohrwürmer am Ende wieder aus den eigenen Ohren schießen. So schön die Songs, so lange hat er sich damit Zeit gelassen. In den gut drei Jahren seit er mit ‚ Pyramides ‚ auf der Bildfläche erschienen  ist, hat sich so ziemlich alles in seinem Leben verändert. Und wie verarbeitet man seine persönlichen Erlebnisse am Besten? Na indem man schreibt. Am besten gleich ein Buch. ‚ The Hurricane ‚ ist ein solches mit zwölf Kapiteln. Es ist ein wunderschönes Buch mit einer traumhaften musikalischen Begleitung, dessen gesamte Kreativität sich von den Bühnen in ungehemmter Form bis in die letzten Ecken saugt.

Ab Ende April auf Tour, gibt das Album ‚ The Hurricane ‚ nun einen umfassenden Einblick in das neue Werk und ist zugleich ein Sturm mit zerstörerischer Kraft. Doch legt eben dieser Sturm nach seinem Ende Dinge frei, die bisher im Verborgenen blieben. Bestes Beispiel bietet der Opener ‚ Bone ‚, dessen Ende sämtlichen Ballast als gewaltige Welle des auftürmenden Sturms durch die weitläufigen Landschaften pustet. ‚ Sleepwalker ‚ nutzt die verflachten Ebenen, blickt sich um und stürmt kurz darauf mit laufenden Schritten durch die Strophen. Verspielte Synthies erwarten den Hörer in ‚ Kryptonite ‚ und bei ‚ Flames Flicker ‚ entdeckt Toph Tailor dann das erste Mal ruhige Minuten der Besinnlichkeit. Das Titelstück ‚ The Hurricane ‚ verinnerlicht in besonders starken Ausmaße die sprengenden Grenzen aus gewohnten Mustern, dem damit verbundenen Schmerzen und Hindernissen, wie auch das Abschied nehmen.

Trouble Over Tokyo glänzt mit einem gelungenen Werk und verbindet unglücklicherweise in den jetzigen Tagen das folgenschwere Unglück in Japan, bei dem auch die Hauptstadt zu Teilen betroffen ist. Aber diese namentliche Verbindung tut im Moment nichts zur Sache und die Konzentrationen dürfen ungehemmt auf ‚ The Hurricane ‚ liegen, dessen Konzept die Metamorphose als zusammehängende Geschichte bestens zu erzählen vermag.