Sophie Hunger – Supermoon

Vor drei Jahren veröffentlichte die gebürtige Schweizerin Sophie Hunger die letzte Studioplatte, ‚ The Danger of Light ‚, unter anderem mit Hilfe von Josh Klinghoffer, dem Gitarristen der Red Hot Chilli Peppers, gefolgt vom Live-Doppelalbum ‚ The Rules of Fire ‚, einem Buch und einer fiktiven Doku über die Tournee. Soweit die Fakten aus der Vergangenheit. Zurück in der Gegenwart finden jetzt ein neues Album der Sängerin, Komponistin, Pianistin und Gitarristin. ‚ Supermoon ‚ nennt sich die Platte und darf weitestgehend als analoges Produkt gesehen werden. Aufgenommen mit John Vanderslice in San Francisco, kann es für so manchen direkt zu Beginn eine kleine Enttäuschung geben. ‚ Supermoon ‚ widerstrebt es Erwartungen zu erfüllen und so erleben wir in den folgenden Minuten soulige, selbstbewusste, nachdenkliche und leitende Songs. Die Eröffnung ist dunkel und scharfkantig, ungewöhnlich und doch ein starkes Stück mit attraktiven Fingerpicking. Gegenüber dem Debüt ist ‚ Supermoon ‚ kleiner, die schönen Effekte, vor allem die Hörner, hat Hunger größtenteils hinter sich gelassen. Die Stimmung ist vereinfacht und bodenständiger. ‚ Le Chanson d’Helene ‚ ist beinahe von allen Effekten befreit und alles was bleibt, ist Sophie’s wundervolle Stimme. Es ist auch im weiteren Verlauf diese ständige Präsenz Ihrer Stimme, hinter der sich alles andere unterordnen muss. Interessant in diesem Zusammenhang sind die Hintergrundgeräusche, deren Auswirkungen sehr vielschichtig und subtil ausfallen. ‚ Mad Miles ‚ kombiniert beides auf hervorragende Art und Weise. Die dröhnenden Sounds, der große Chor und eine E-Gitarre ertönen irgendwo in diesem dichten Nebel. Atmosphäre und Gesang verbinden sich in ‚ Mad Miles ‚ wie ein Traum. „There’s nothing here to remember or recognize / I could stay here forever and never arrive.“ Glücklicherweise ist Sophie Hunger von dieser Reise zurückgekehrt und hat uns dieses Album mitgebracht.