Pins – Girls Like Us

“stay here / alone and adored”, singen die PINS aus Manchester in Ihrer Single ‚ Stay True ‚ aus dem Debütalbum ‚ Girls Like Us ‚. Wie man jetzt bereits richtig vermuten wird, sind Faith, Anna, Lois und Sophie vier Mädels, die sich in Ihren dreizehn Songs äußerst energetisch und rücksichtslos präsentieren. “Girls Like Us isn’t about being like us, it’s about being yourself” erklärt Faith. “I always wanted to be in a band, ever since I can remember, it’s all I’ve ever wanted to do to… our album may have been recorded and mixed in a week but it’s been dreamed about for years! We had to be ruthless but we’ve got each other’s backs, we don’t let each other make bad decisions.” Aufgenommen wurden die 13 Songs in den Liverpool’s Parr Street Studios – ohne die Hilfe von Außenstehenden – innerhalb von einer Woche. Der leicht düstere Gitarren-Pop zieht dann bereits im ersten Stück ‚ It’s On ‚ als zähflüssiger Nebel durch unsere Gehörgänge. Der vereinfachte charakteristische Sound der PINS entlädt sich allerdings erst so richtig im zweiten Stück ‚ Girls Like Us ‚ in herrlich disharmonischen Harmonien. Die vier Mädels genießen eine scheinbare gefühllose Missachtung nach Perfektion und es ist wunderbar, diese rohe und ungeschliffene Art mit Ihrem meist zügellosen Schlagzeug im Stile der Yeah Yeah Yeahs hemmungslos zu inhalieren. ‚ Get With Me ‚ und ‚ Stay True ‚ sind Paradebeispiele für den Sound der PINS. Fusselnder Rock mit seinen reichlich vorhanden Gitarren, den frenetischen Percussions und dröhnenden Bässen in Kombination mit den heiseren und herrlichen Gesängen hinterlassen am Ende atemberaubende Intensitäten einer schrillen Indie-Rock Band. ‚ I Want It All ‚ ist dagegen der Kern Ihrer textlichen Vorlieben. Verletzlichkeit, Paranoia und von Liebe induzierter Wahnsinn treiben die Schlachtrufe in eine endlose Spirale der Gier. “What I do to him, he does to me”. In der zweiten Albumhälfte trommelt sich ‚ Howlin‘ ‚ bedrohlich durch murmelnde Bass-Gitarren-Riffs, während ‚ Lost Lost Lost ‚ als kleiner süßer Mädchen-Punk in den hallenden Gemäuern mit den verschmutzten Schuhen ekstatisch auf den Boden stampft. Wir wachen am nächsten Morgen mit einem Schüttelfrost auf, ‚ Velvet Morning ‚ erzählt uns kurz darauf ein Gedicht und ist zugleich einer der intimsten Momente des Albums. ‚ Stay True ‚ wurde schon erwähnt – aber nochmal – es ist die Bandhymne und muss gehört werden. „For you all i give my time/ for you all i give my mind/ for you all i give my life/ oh my heart aches,“ ruft ‚ To You ‚ und wir zeigen uns dankbar. ‚ The Darkest Day ‚ beginnt in seinen ersten Sekunden als wunderschöne Hommage an Joy Division. Die unterkühlten Gitarren winden sich im monochromen Minimalismus des Post-Punks und irgendwann schwappen plötzlich die übergeordneten Emotionen über die kalte Landschaft und verwandeln diese in eine infektiöse Kontemplation zu mitternächtlicher Stunde.