Eels – Tomorrow Morning

Und nun ein kleiner Tusch: Da ist Sie schon! Das dritte Album ‚ Tomorrow Morning ‚ der Eels. Zugleich ist es die dritte Konzept-Platte aus der Reihe ‚ Hombre Lobo ‚ (2009) und ‚ End Times ‚ (2010). Zugleich ist es der erste Release auf dem E Works Label der Eels. Die Triologie spannt nun also den Bogen über dunkle Triebe des Begehrens, erreicht seinen Höhepunkt mit den veranschaulichten Szenen zerbrochener Beziehungen und lädt nun zu einer abschließenden Feier mit emotionaler Erneuerung ein. Es ist zugleich ein hoffnungsvolles Album geworden, der Charakter darin beschreibt sich am Besten mit Nummern wie ‚ This is Where it Gets Good ‚ und ‚ I Like the Way This is Going ‚. Die Instrumentierungen bleiben dagegen mit E-Piano, Orgel und Streicher unverändert, verschleiert aber dennoch wieder einmal die Einfachheit der Songs unter dem Mantel der Komplexität. Vielleicht mag ‚ Tomorrow Morning ‚ nicht so imposant erscheinen wie frühere Versionen der Eels, doch die Anerkennung für das Veröffentlichen von drei Platten innerhalb eines Jahres, ist Ihnen in jedem Fall nicht mehr zu nehmen. Die Amerikaner aus Los Feliz, Kalifornien, zeigen uns auch die neuen Seiten minimalistischer Musik. Werfen an den verschiedensten Stellen kleine elektronische Spielereien in die Strophen, lassen die Tasten des Pianos wild im Hintergrund tanzen, wie im elektro-punkigen Stück ‚ Baby Loves Me ‚, und schicken den Hörer auch im weiteren Verlauf, in viele winzige und versteckte Abschnitte im weitläufigen Areal von ‚ Tomorrow Morning ‚. ‚ My baby loves me/ Unlikely but true ‚ heißt es noch, da erwartet uns mit ‚ Spectacular Girl ‚ bereits das nächste süß-klingende Stück mit Strophen – wie könnte es anders sein – die von Mädchen, Emotionen und Sehnsüchten erzählen. „She sees the beauty in things we all miss/ All good things are to find by the kiss/ If you feeling like you can’t believe/ Well then how do you explain the miracle I see/ She’s a spectacular girl“. So ein Mädchen hätten wohl nicht nur Songwriter Mark Oliver Everett gerne. ‚ Tomorrow Morning ‚ zeigt auf gesamter Länge zwar einige Schwächen und Langläufer, doch lässt man den Blick noch ein wenig weiter schweifen, erblickt man die anderen beiden Werke und merkt, was für einer phantastischen Sammlung man doch am Ende entgegen laufen darf.