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ADA LEA when i paint my masterpiece

2025

Zwischen Folkpoesie und surrealer Alltagschronik: ADA LEA’s WHEN I PAINT MY MASTERPIECE verschmilzt Malerei, Musik und Beobachtung zu einem vibrierenden Porträt des kreativen Prozesses.

Alexandra Levy, besser bekannt als Ada Lea, hat mit „when i paint my masterpiece“ ein Werk geschaffen, das weniger auf einen fertigen Höhepunkt zielt, als vielmehr den Weg dorthin ausleuchtet. Die in Montreal verwurzelte Musikerin, Malerin, Poetin und Dozentin begab sich nach Jahren intensiven Tourens in eine kreative Rekonvaleszenz: zurück an die Uni, hinein ins Atelier, hin zu einem Rhythmus, der das Schaffen vor das Ergebnis stellt. Diese Haltung ist in jedem Atemzug des Albums spürbar. Aufgenommen in ländlicher Abgeschiedenheit Ontarios, oft live im Raum mit ihrer Band, trägt die Platte eine organische, atmende Qualität – kleine Unschärfen inklusive, die das Ganze lebendiger machen.

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Der Auftakt „death phase of 2024 (rainlight)“ wirkt wie ein vorsichtiges Skizzieren auf der Gitarre, bevor „moon blossom“ und das herausragende „baby blue frigidaire mini fridge“ den Raum mit folkigen, aber melodisch verspielten Linien füllen. Letzteres gleicht einer Inventur des eigenen Lebens – Paul Celan neben einer Schüssel kalten Reises, Thelonious Monk neben Neon-Pothos – und dehnt sich plötzlich zu einer Panoramaaufnahme aus, „our old time souls, this old-time moon“. Humor und Selbstreflexion blitzen auf in „bob dylan’s 115th haircut“, wo Levy augenzwinkernd konstatiert, dass Dylan diesen Song nie hätte schreiben können, bevor ein klassisches Mundharmonika-Solo einsetzt.

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Die intime Piano-Ballade „midnight magic“ entführt in eine Traumwelt, während „snowglobe“ eine gesellige Küchenszene einfängt, die sich im letzten Bild als Miniatur unter Glas entpuppt. In „something in the wind“ gleitet Levy’s Stimme über die Zeile „Love is a knife pushing its way through a crack“ und offenbart ihre Fähigkeit, große Wahrheiten in unaufgeregten Bildern zu verankern. Selbst Songs mit Country-Folk-Anklängen wie „down under the van horne overpass“ münden in finale Bögen von betörender Schönheit. Das Cover – Levy auf einem Hocker, Gitarre im Schoß, umgeben von eigenen, farbsatten Malereien – spiegelt den Kern des Albums: 

Musik und Bild sind keine getrennten Disziplinen, sondern zwei Striche derselben Komposition. Am Ende steht keine abgeschlossene „Meisterarbeit“, sondern das Bewusstsein, dass der wahre Schatz im Prozess liegt.

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Ada Lea sitzt mit Gitarre im Atelier, umgeben von bunten Malereien, und blickt konzentriert auf das Griffbrett.

Ada Lea – when i paint my masterpiece

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81
fotografie
2025
when i paint my masterpiece
VE-0261-PR

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