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Sarah Connor sitzt barfuß auf dem Boden, umgeben von Schallplatten.
ALBUM

Soulicious SARAH CONNOR

2007

SOULICIOUS lässt die goldene Soul-Ära neu aufleben und zeigt SARAH CONNOR als leidenschaftliche Chronistin zwischen orchestraler Wärme und vokaler Ehrlichkeit.

Mit „Soulicious“ wagt sich Sarah Connor an ein Projekt, das im Popgeschäft schnell zur Gratwanderung werden kann: Soulklassiker aus der goldenen Ära der 60er- und 70er-Jahre nicht nur zu covern, sondern sich ihnen mit offenem Herzen und großem Respekt zu nähern. Entstanden ist ein Werk, das weniger wie eine glatte Studioproduktion wirkt, sondern eher wie ein liebevoll aufbereiteter Vinyl-Nachmittag – was auch das Cover reflektiert: barfuß, versunken und umgeben von Schallplatten blickt die Sängerin in eine Vergangenheit, die sie hörbar bewegt hat.

Nach ihrer zweiten Babypause hätte Sarah Connor problemlos auf Autotune-Pop oder sanften Radiopop setzen können. Stattdessen entschied sie sich für Streicher, Bläser und das Risiko, neben Giganten wie Aretha Franklin oder Marvin Gaye zu bestehen. „Soulicious“ wurde komplett live eingespielt – mit einem 48-köpfigen Orchester und Originalmusikern aus dem Soul-Umfeld. Ein mutiger Schritt. Aber einer, der sich bezahlt macht.

Schon der Opener „The Impossible Dream“ klingt nicht wie ein bloßer Neuaufguss, sondern wie ein Glaubensbekenntnis – getragen von dramatischem Pathos und Connor’s gereifter Stimme. Besonders tiefgreifend wird es in „Your Precious Love“, einem postumen Duett mit Marvin Gaye. Dass Connor dafür die Original-Gesangsspur verwenden durfte, grenzt an eine kleine Sensation – und ihre Stimme, weich und klar, hält diesem Moment stand.

Nicht jeder Track wirkt gleich zwingend – „Sexual Healing“ mit Ne-Yo bleibt in seiner Studiogekniffenheit eher beiläufig – doch in „One Day I’ll Fly Away“ oder „I’ve Got to Use My Imagination“ schöpft sie aus einer erstaunlichen vokalen Intimität. Und spätestens beim Titeltrack wird klar: „Let the music make my day“ ist mehr als eine Zeile – es ist Connor’s Mission. In „Soulicious“ offenbart sich nicht bloß ihre Liebe zur Musik, sondern ihre Sehnsucht, sie lebendig zu halten.

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