Gary – One Last Hurrah For The Lost Beards Of Pompeji

Viele werden den Schauspieler Robert Stadlober kennen. Doch wie sieht es mit dem Sänger dahinter aus? Ja ganz genau. Robert Stadlober singt und hat auch eine Band. Zum Glück muss an dieser Stelle gesagt werden, passiert das nicht wie bei vielen anderen Schauspielern aus Interesse an Geld, sondern durch reine Lust an der Musik. Denn für Robert war die Musik schon immer wichtig und weil das musizieren mit anderen meist lustiger ist, gründete er kurzerhand die Band Gary. Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades Ihres Frontmanns, hätte die Suche nach Labels und Auftritts-Möglichkeiten einfach sein können. Doch Stadlober wollte nie sich verkaufen, sondern stets seine Musik. Herausgekommen ist schließlich die erste Platte ‘ The Lonely Cnorve Machine ‘ im Jahr 2002 auf dem Label Zomba Records. Dementsprechend lange gestaltete sich die Wartezeit. Zumindest bis heute. Denn endlich haben Gary wieder Songs für das zweite Studioalbum ‘ One Last Hurrah For The Lost Beards Of Pompeji ‘ beisammen, welches zwar kein zügelloses „Hurra!“ in uns hervorrufen kann, aber ein respektvolles Nicken und sanfte Bewegungen im Takt der neuen Songs von Robert Stadlober mit Band. Es werden kleine Sommermärchen erzählt, ‚ Leave Me ‚ begeistert zudem mit einer wahren Euphorie-Spritze guter Laune, und zeigen Erinnerungen an die große Liebe und der unvergänglichen Schönheit der Jugend. Die Jugend ist überhaupt ein zentraler Punkt im neuen Werk von Gary, die in uns zu neuem Leben erwacht und ausschließlich die schönen wie emotionalen Momente an die Oberfläche pustet. Damit verschaffen sich Gary einen klaren Vorteil gegenüber vergleichbaren Bands aus Deutschland. Im nächsten Stück ‚ „John Peel And The Dragon Of Steel ‚ überziehen Gary den blauen Himmel mit einer leichten Melancholie und winken bereits im Stück ‚ If God invented the imbus popimbus, then where does he live now? ‚ leise mit der Hand zum Abschied. Es wird dunkel, der Wind führt nun eine kältere Luft durch unsere Haare und es ist an der Zeit, wehmütig von unseren Dächern herabzusteigen und damit auf den nächsten Sommer im kommenden Jahr zu warten. Gary etablieren sich mit Ihrer neuen Platte wieder einmal als ernstzunehmende Band, die eben durch die Lust an der Musik zusammen musizieren und damit eine Eigenschaft pflegen, die alleine schon besonderen Respekt verdient.