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KIM DEAL Nobody Loves You More

2024

Die klanglich vielseitige und treibend mitreißende Platte ist eine Feier von KIM DEAL’s unübertroffener Kunstfertigkeit und verweist nicht nur auf ihre Karrierehöhepunkte mit gefeierten Bands aus der gesamten alternativen Landschaft, sondern auch auf ihr unerschütterliches kulturelles Gewicht.

Kim Deal hat ein ebenso beeindruckendes Vorstrafenregister wie kaum jemand sonst im Indie-Rock. Mit ihrer legendären Zeit bei den Pixies und den von den Deal-Schwestern angeführten Breeders hat die gebürtige Ohioerin genug Alt-Rock-Klassiker auf dem Buckel, um eine erfolgreiche Tourneekarriere aufrechtzuerhalten, solange sie daran interessiert ist. Aber wie ihr neues Debüt-Soloalbum „Nobody Loves You More“ beweist, hat Deal immer noch Lieder im Herzen, die unbedingt rauskommen wollen. Es ist ein Selbstporträt, eine neugierige Gioconda, die absichtlich unfertig ist, um uns im Unklaren zu lassen, während Deal bisher ungesehene Teile ihrer Persönlichkeit enthüllt.

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„Nobody Loves You More“ fühlt sich jedoch wie ein ganz anderes Kaliber an; ehrgeizig und stilistisch abwechslungsreich zeigt es sowohl musikalisch als auch thematisch neue Seiten von Kim. Der Titelsong eröffnet die Platte mit einer triumphalen Mischung aus Bläsern und Streichern, die andeutet, dass für sie bei diesen Songs nichts unmöglich war. Auch ihr langjähriger Freund und häufiger Kollaborateur, der verstorbene Steve Albini, hat einen spürbaren Einfluss auf den Sound des Albums, sei es der industrielle Biss des Basses auf „Big Ben Beat“ oder das dichte Krachen der Trommeln auf „Come Running“. 

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Diese kreative Harmonie ist am bemerkenswertesten auf dem letzten Track „A Good Time Pushed“, der in Albini’s Chicagoer Studio aufgenommen wurde und im Rückblick als berührender Abschied von dem legendären Toningenieur dient. Doch am Ende kommt alles auf ihre Stimme an, immer noch hoch, stark, cool und sofort erkennbar – immer noch die Doppelhelix, die hier alles mit der Vergangenheit verbindet. Und egal, für welchen Ton sich Deal entscheidet, sie weigert sich absolut, es halbherzig anzugehen. Deal zeigt uns damit auch nach all den Jahren Appetit auf klangliche Abenteuer und die Fähigkeit, uns zu entwaffnen und zu überraschen.

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Kim Deal sitzt auf einer surrealen Plattform im Wasser, flankiert von E-Gitarre, Flamingo und skurrilen Objekten – Artwork des Albums „Nobody Loves You More“.

Kim Deal – Nobody Loves You More

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92
surreal
#01 · 2024
Nobody Loves You More
VE-0013-RB

Dieses Album ist innerhalb seiner Stimmung platziert und bewertet. Die folgende Auswahl zeigt Titel derselben Stimmung, die im Ranking darüber oder darunter liegen. Sie dient der Einordnung, nicht der Empfehlung.

fragmentiert
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