Caligola – Back To Earth

HipHop/RapIndie RockJazzRockSoul, Mai 2012

Das spricht erstmal für sich: Das Eröffnungsstück ‚ Back 2 Earth ‚ erklingt wie ein triumphaler Feldzug und doch ist es in Anführungszeichen, nur der Start zu einem Studioalbum mit unterschiedlichsten Genres wie Rock, Soul, Jazz, Hip Hop und Dance. Neben diversen Künstlern, Schauspielern, Filmemachern und Musikern, gehören auch die beiden Mando Diao Frontmänner Björn Dixgård und Gustaf Norén zu den kreativen Protagonisten. Zu hören sind diese dann auch im zweiten Stück ‚ Down By The Riverside ‚, einem wilden Mix zwischen kreischenden Gitarren und dem Spirit der 70er Jahre. Weibliche Chorgesänge, ein nervöses Schlagzeug und eine aufgeladene Atmosphäre sorgen für einprägsame Momente. Eigentlich wurde Caligola im Vorfeld als hübsches Hobbykeller-Seitenprojekt vorgestellt, mit dem man sich ausprobieren und neue Stärken entdecken wollte. ‚ Forgive Forget ‚ ähnelt dem Sound von Mando Diao am ehesten. Eingängie Refrains und Pop-Hymnen, die bis zum Himmel reichen. Mit Blick auf die ersten Minuten ist das Projekt aufgegangen: Kunstformen aller Art zu vereinen und dem leidigen Genre-Denken entgegenzuwirken. Neben Björn Dixgård und Gustaf Norén befinden sich in dieser „schwedischen Verbindung“ auch die Gebrüder Salla und Masse Salazar (die Produzenten vom letzten Album ‚ Give Me Fire ‚), sowie eine mysteriöse Dame namens Violetta, die vor einigen Jahren dieses Kunstprojekt gründete. Und damit den Lobeshymnen nicht der Saft abgedreht werden muss, geht es mit ‚ Violettas dance (If You Want my Love) ‚ in die ungemein anschmiegsame Dance-Chill-Out Nummer. Untermalt werden die gleichmäßigen Rhythmen durch feine Saxophon-Einlagen und sanften Gesängen. Mit Soul im Stück ‚ Sting of Battle ‚ finden wir uns dann wieder am Startpunkt ein. Die Genres wurden abgearbeitet, was nun folgt sind einfach großartige Begegnungen zwischen Facettenreichtum und Vielfältigkeit. Es bleibt ein überzeugendes Debüt einer erweiterteten „Stockholmer Verbindung“.

7.1