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Das Cover von Keep Me Fed zeigt The Warning an einer üppig gedeckten Tafel, umgeben von älteren Herren in Anzügen – die Szenerie erinnert an ein dekadentes Barockbankett, das von rebellischer Frauenpower aufgebrochen wird.
ALBUM

Keep Me Fed THE WARNING

2024
MSTAX ALBUMPROFIL

THE WARNING sorgten vor fast einem Jahrzehnt erstmals für Aufsehen und kehren nun mit einem weiteren Werk zurück. Zwei Jahre nach ihrem dritten Album erscheint KEEP ME FED und betont weiterhin ihren ungezügelten Klangausdruck.

Das mexikanische Rocktrio The Warning haben ein paar erfolgreiche Jahre hinter sich. Sie traten auf Festivalbühnen auf der ganzen Welt auf und sorgten letztes Jahr als Vorgruppe von Muse für Aufsehen. Jetzt sind sie zurückgekommen, um die Vorfreude mit ihrem neuesten Album „Keep Me Fed“ zu stillen. Diese drei Schwestern sind derzeit ein elektrisierender Act in der Musik und halten nichts zurück. Das Album beginnt mit der eingängigen Nummer „Six Feet Deep“, einem echten „Wir sehen uns in der Hölle“-Song. Voller kontrollierter Wut und orchestrierter Rache ist dies nur der Anfang einer wilden Reise in den Abgrund. The Warning sind in Monterrey, Mexiko, aufgewachsen und haben sich zu einem prägenden Namen für mexikanische Frauen im Rock entwickelt. 

In „Qué Más Quieres“ zollen die Schwestern ihrem Heimatland Tribut. Der Titel lässt sich mit „Was willst du sonst noch?“ übersetzen und strotzt vor explosiver Energie und Trotz. Der Song steigert sich zu einem Höhepunkt während der kollektiven Gesänge des Ohrwurm-Refrains. Es ist eine ungeheuer mutige Nummer, die von der kollektiven Kraft weiblicher Wut angetrieben wird. Die Vielseitigkeit des Sounds der Band wird voll zur Schau gestellt, indem er zwischen der akustischen Düsterkeit sanfter Verse und entfesselten Ausbrüchen spiralförmiger Gitarren und akzentuierender Schlagzeuglinien hin und her flackert. In „Apologize“ werden Momente der Ruhe sorgfältig zwischen Kaskaden von frecher Instrumentierung platziert. 

Mit einer sauberen, scharfen Produktion, die die uneingeschränkte Energie von Daniela’s Gesang, den verborgenen Schwung von Alejandra’s Bass und die Schläge und Kracher von Paulina’s Percussion-Künsten hervorhebt, fühlt sich „Keep Me Fed“ echt und nachvollziehbar an. Es bringt das Blut in Wallung und das Herz zum Rasen und wird von Anfang bis Ende immer stärker, wobei der letzte Track „Automatic Sun“ das perfekte Beispiel dafür ist, wie die Villareal-Schwestern immer wieder zusammenkommen und alle Erwartungen übertreffen können. Die Zukunft sieht für diese Schwesternschaft rosig aus.

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Das Album anhören

Anspieltipps: Qué Más Quieres, Automatic Sun, Six Feet Deep

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