The Naked And Famous – Recover

Die Werte des neuen Albums von The Naked And Famous in Bezug auf Widerstandsfähigkeit und den Fokus des menschlichen Geistes auf Heilung sind genau das, was die Welt gerade gut gebrauchen kann.

Alisa Xayalith (Gesang / Keyboard) und Thom Powers (Gesang / Gitarre) von The Naked And Famous waren zusammen einer der Künstler, die Synthpop für eine neue Generation wieder in Mode brachten. Nach einer Reihe von Erfolgen, darunter sechs Nominierungen für die New Zealand Music Awards, bereichern The Naked and Famous nun seit dreizehn Jahren die musikalischen Landschaften und kehren nun mit Ihrem vierten Album „Recover“ zurück. Es ist zugleich das dritte seit ihrem Umzug nach Los Angeles, Kalifornien. Es ist auch das neueste unter dem Label Somewhat Damaged. Das neue Album ist eine Fortsetzung von „Simple Forms“ aus dem Jahr 2016 und besteht aus 15 neuen Tracks mit tiefem lyrischen Inhalt. 

 

„Recover“ ist immer noch von elektronischer Natur und beginnt etwas optimistischer als frühere Songs, wie es bei „Bury Us“ und „Sunseeker“ zu hören war, die ursprünglich im vergangenen November veröffentlicht wurden. Die Musik ist auch in ihrer Herangehensweise weicher und dennoch sehr inspirierend, was sie sehr emotional macht. Tatsächlich ist die Stimmpaarung von Xayalith und Powers gemäß ihrer früheren Arbeit erstaunlich komplementär ausgefallen. Überall auf dem Album finden sich moderne Pop-Produktionen, aber es klingt nie plastisch, oder sich wiederholend. Man nehme die Single „Death“: Diese basiert auf einem einfachen pulsierenden Bass und beinhaltet die allgegenwärtige Verschiebung der Stimmlage, die in so vielen modernen Popsongs verwendet wird, aber das Herz des Songs ist zart. „This could be the last time that we see each other,“ singt Powers und es klingt seltsamerweise trostlos und fröhlich zugleich. 

 

Kurz nach dem instrumentalen Übergang „Muscle Memory“ übernimmt Powers erneut die Hauptstimme mit einer beruhigenden Präsenz, zusammen mit weichen Synthesizern und Keyboards in „The Sound of My Voice“. Das düstere und trostlose „(An)aesthetic“ wächst und schwindet in Emotionen, wobei jeder Schlag des Drumcomputers und der Synthesizer der gleichen Stimmstruktur wie „The Sound of My Voice“ folgt. „Recover“ ist eine hervorragende Mischung aus sommerlichen Beats, strahlenden Synthesizern, optimistischen Percussions und zuckerhaltiger, fröhlicher Gesänge inmitten einer neuen Form des Pop mit einmaliger Wärme.