The Magpie Salute – High Water II

Das zweite Studioalbum der Rockband The Magpie Salute entstand während den Aufnahmen zu „High Water I“ aus dem Jahr 2018. Beide Alben gehen übrigens aus einem kleinen Geschwisterstreit hervor. Du kannst nicht mit ihnen leben, du kannst ihnen nicht den Kopf abhacken oder sie in Teer kochen. Der frühere Black Crowes-Gitarrist Rich Robinson hat sich daher entschlossen, seinem älteren Bruder und Ex-Bandkollegen Chris Robinson den Garaus zu machen, indem er eine Band gründete, die fast den gleichen Job macht – nur eben ohne ihn. „High Water II“ ist unabhängig davon eine kraftvolle Rock’n’Roll-Platte. Aber die vorherrschende Lautstärke ist nur ein Teil dessen, was es zum Spiegelbild seines Vorgängers macht.

Und obwohl diese zweite Platte zur gleichen Zeit in Nashville aufgenommen wurde und als solche eine Hommage an die Vision des Gründers / Bandleaders / Produzenten Rich Robinson ist, sind die beiden Werke zwar ein Stück, doch jedes steht als Statement für sich selbst. „High Water II“ ist besonders charakteristisch, weil der Klang der Magpie Salute hier, wie auf der vorherigen Platte, den Klang der Black Crowes widerspiegelt, diese Einflüsse jedoch dieses Mal entschieden weniger sichtbar erscheinen. Die erste Single „In Here“ folgt einem erhebenden Heartland-Rock-Groove, in dem Robinson bildreiche Verse singt, die die Leute auffordern, sich von allen Strängen zu lösen, die sie davon abhalten, im Moment zu leben.

„Mother Storm“ ist eine akustisch angetriebene Hymne, erzeugt in ähnlicher Weise die Version der Selbstermächtigung mit der melodischen Peroration des Refrains: „you made it here, you faded here, you shine your light down on the empty floor.” Passend zu den Texten hat die Musik in „High Water II“ eine gleichbleibende Qualität und weicht nie zu weit vom wahren Klangkurs der Jungs ab, die mit dem Blues beginnen und auch damit enden. Alles zusammen ergibt es eine solide Platte, die sicherlich zahlreiche Crowes-Fans überzeugen wird.