THE JAPANESE HOUSE Good at Falling
GOOD AT FALLING ist das lang erwartete Debüt von THE JAPANESE HOUSE, ein zutifst persönliche Geschichte über Liebe und Verlust vor einer beruhigenden elektronischen Klanglandschaft.
Die Musik von Amber Bain war schon immer persönlich, doch ihre Bedeutung blieb oft hinter den Kulissen der Produktion verborgen. Eine Welt voller persönlicher Umwälzungen während des Schreibens und der Aufnahme von „Good At Falling“ bedeutete, dass ihr Thema wahrscheinlich nicht noch langweiliger werden würde, aber die wahre Kraft ihres lang erwarteten Debüts liegt in der Art und Weise, wie diese Kämpfe dargelegt werden. Während des gesamten Albums begibt sie sich in die Schusslinie und legt sich bloß. Mittlerweile ist die Songstrukturierung, auf die Bain immer Wert gelegt hat, klar und deutlich. Die Verse bieten eine zusammenhängende Erzählung, die Refrains dienen Amber als Gelegenheit, den verbleibenden Schmerz, die Angst oder die Energie über Synthesizer-Rushs und Pop-Hooks loszulassen.
Der pulsierende Eröffnungstrack „Went To Meet Her“ erzeugt ein unheimliches, mysteriöses Gefühl, aber die Dunkelheit verwandelt sich bald in Licht, während das Album mit einem schnellen Doppelpass der ansteckenden Singles „Maybe You’re The Reason“ und „We Talk All The Time“ zum Leben erwacht. Es handelt sich um zwei der mutigsten Titel des Albums. Letzterer handelt von der Toxizität, eine Beziehung aufrechtzuerhalten, die letztendlich bereits beendet ist – es ist brutal ehrlich. Bain’s Liedtexte auf „Good at Falling“ sind durch und durch voller Traurigkeit und bieten an und für sich nur sehr wenig Hoffnung. Aber diese Übung in Verletzlichkeit hat dazu geführt, dass Bain eine tiefere Verbindung zu uns und den Menschen um sie herum aufgebaut hat.
„I hope they feel how I felt when I was writing those songs in some way. I hope that people feel connected, that’s what I hope most,“ sagte Bain gegenüber DIY. Es ist in der Tat klar, dass der Prozess des Schreibens und Schaffens dieser Platte der Düsterkeit und dem Kummer eine gewisse Endgültigkeit verliehen und sie in der Vergangenheit gefestigt hat. Im Mittelpunkt der Platte steht „Lilo“, ein ehrliches Porträt einer wertvollen Beziehung. Es starrt die Liebe ins Gesicht, geschrieben halb in der Beziehung, halb nach ihrem Ende, mit ungewöhnlich sanften Instrumentalstücken, die Bain’s Monolog Raum geben.
Textlich bewegt sich der Titel zwischen Beschreibung („Gemma told me that she met someone / It was the person I’d been counting on“) und tiefer Symbolik („Caught in flux, you drifted till you hit the sides“). „Good at Falling“ hat ein Gefühl der Erleichterung, das nach dem Weinen kommt. Es dauert einen Moment, in Trauer zu sitzen, jeden Zentimeter davon zu spüren, nur um festzustellen, dass er von Hoffnung und Dankbarkeit weggespült wird.
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