Satellite Stories – Pine Trails

Esa Mankinen (Gesang, Gitarre), Marko Heikkinen (Gitarre), Jyri Pesonen (Bass, Gesang) und Olli-Pekka Ervasti (Schlagzeug) präsentieren uns direkt im eröffnenden Stück ‚ Campfire ‚ den englischsprachigen Song des Jahres. ‚ Campfire ‚ ist definitiv ziemlich heißer Scheiß. Nicht unbedingt spektakulär und auch ohne jeglichen Zweifel keine musikalische Offenbarung. Aber bei ‚ Campfire ‚ ist man sofort am mitsummen, wenn der Indie-Pop der Finnen die Gehörgänge poliert. Ein verspäteter Sommerhit mit verdammt eingängigen Rhythmen, schnelllebiger Energie und jugendlicher Euphorie. Man kann es abschließend als Indie-Pop-Triumph betiteln. Die Satelltie Stories tourten im letzten Jahr mehrmals quer durch Europa, aber auch Russland, Südamerika oder eine ausverkaufte Tour durch Japan standen auf dem Reiseplans des Quartetts aus Oulu. Für den Nachfolger ‚ Pine Trails ‚ zogen sich die Finnen in ein Haus in der schwedischen Einöde zurück, wo sie intensiv an den Songs und auch an ihrem Bandsound feilten. ‚ Lights Low Go ‚ zu späterer Zeit ist dann der weiterführende Song des Albums. Tanzbar bis unter die Haarspitzen zu lodernden Trommeln, treibenden Gitarren und fordernden Gesängen. Natürlich ist der Vergleich zu Two Door Cinema Club unvermeindlich und zieht man das irische Indie-Rock Trio erstmal in das Bewusstsein, wird sich ebenso unvermeindlich eine kleine Ernüchterung im Magen ausbreiten. Da ziehen die Satelltie Stories den Kürzeren. Trotzdem kann auch bei ‚ Pine Trails ‚ die Energie und Spritzigkeit über die gesamte Länge gehalten werden und muss sich keinesfalls hinter dem erfolgreichen Debüt ‚ Phrases to Break the Ice ‚ verstecken. Zwischen ‚ Campfire ‚ und ‚ Lights Low Go ‚ erleben wird einen durchgehenden Fluss, eine glatte Produktion, so manch Überraschungen und erhellende Momente. ‚ Pine Trails ‚ schließt dann mit dem Titel ‚ Lorraine ‚ und entpuppt sich als unerwartete akustische Nummer. Irgendwie doch sehr beruhigend und entspannend, sich am Ende von all der eingängigen Musik zu befreien und mit einem sanften Lied aus dem zweiten Album zu gehen…

7.0