The View – Hats Off To The Buskers

Gerade mit der Highschool fertig, da klettern die jungen Schotten bereits auf Platz 1 der englischen UK Charts. Schlampig aber temperamentvoller Skiffle-Punk, abgeschnittene Riffs, dazu der regionaler Akzent aus Dundee und natürlich stets die Hits im Gepäck. Hymnen wo das Auge blickt und inspirierender Rock’n’Roll, sind die Reaktion der Views auf die Unsicherheiten der modernen Welt. Ein Traum wird wahr – die vier Schotten produzieren Ihre Debütplatte mit Owen Morris (Oasis, The Verve) und veröffentlichten im letzten Jahr zwei Singles daraus. ‚ Wasted Little DJ’s ‚ und ‚ Superstar Tradesman ‚. Beide schossen in die britischen Top 20 und die letzte Single ‚ Same Jeans ‚ konnte sogar den dritten Platz abstauben. Nachdem auf der Insel ‚ Hats Off To The Buskers ‚ bereits im Januar veröffentlicht wurde, dürfen wir uns jetzt an diesem großartigen Debüt der vier Schotten erfreuen.

Vorbilder der Views sind Oasis und auch die Presse griff diesen Vergleich dankend auf. Die Unterschiede liegen dennoch klar auf der Hand, im Songwriting, in der Direktheit und dem unglaublichen Mut der Views. Gerade in dieser Zeit verzichten Sie auf überflüssiges Gehabe, eingepferchte Strukturen und veranstalten kein großartiges Getöse um Ihre Person. Nur so können Songs wie die angenehme Folk-Rock-Mission ‚ Same Jeans ‚ oder die Jahre alte Bar-Jukebox ‚ Laid ‚, Ihren ungezügelten Charme über Ihre Melodien entfalten. „Everybody´s dressing up/ I´m dressing down“ singt da Frontmann Kyle Falconer und zerstreut so jeglichen Zweifel an seinem Purismus.

So schön es manchmal auch ist, jung zu sein, die Kehrseite ist stets eine begrenzte Lebenserfahrung. „You have a house in the Ferry/ And a new guitar/ That’s never been played before/ And it never will.“ Dies wirkt sich natürlich auf die Texte aus und lässt manches zu monoton wirken. Fairerweiße muss ebenfalls gesagt werden das die View Ihr Handwerk verstehen und verdammt akktraktiv Ihre Songs zum Besten geben, aber im Grunde sind die Schotten eine Kopie der Kopie, diese hatte auch eine und fand Ihren Ursprung in einer weiteren. Auf der Platte ‚  Hats Off To The Buskers ‚ finden sich davon eine Menge: Monkeys, Libertines über Blur, bis hin zu Oasis, Jam und The Clash.

Was den Schotten aber keiner nehmen kann ist Ihre momentane Einzigartigkeit. Denn auch nach Ihrer gehypten Zeit bleiben Sie weiter im Gespräch und das ist schließlich am Ende immer noch das wichtigste. Die Chancen stehen gut, um in diesem großen und unübersichtlichen Becken der Indiebands erfolgreich zu überleben und das sei diesen sympathischen Dundee´s  mehr als gegönnt.