Portugal. The Man – The Satanic Satanist

Portugal. The Man hatten schon immer eine sehr tiefgehende Verbindung zu Ihrer Musik, zu Ihrem Stil, Ihren Klängen und machen in dieser Beziehung absolut keinen Unterschied in Bezug auf anderer Künstler. Doch bei der Entwicklung verfliegen meist diese Vergleiche, nun heißt es selbst einen Pfad zu kreieren der sich nicht nach anderen richtet, sondern seine ganz eigenen Ideen und Kreationen ausleben und verwirklichen kann. Daran scheitern viele Künstler gnadenlos, die Resignation hält Einzug und ist damit meist der Anfang vom schnellen Ende. Die Herren aus Alaska befolgen seit 2006 strikt und kompromisslos wie kaum andere, Ihren Weg zum Erfolg. Eine wahre Fundgrube noch dazu, jedes Jahr ein neues Album, jedes Jahr eine wahrnehmbare Leistungssteigerung und schon oft fragte man sich kopfschüttelnd, wohin uns der pochende Puls der Zeit wohl als nächstes führen mag. Doch wie jedes Jahr bleiben uns Portugal. The Man auch diesmal die Antwort schuldig. Denn John Gourley, Jason Sechrist, Ryan Neighbors, Zachary Carothers und Zoe Manville klingen ebenfalls im Jahr 2009 Anders. Anders im Sinne von Ihrem Debüt ‚ Waiter: You Vultures! ‚. Herrlich entspannt und befreit bietet uns das Quintett wieder ein akustisches Vergnügen der Spitzenklasse und beginnt damit konsequent beim Opener ‚ People Say ‚. Eingängig, melodisch und angenehm glänzen auch die nachfolgenden Songs mit einer Kraft, die das üppige musikalische Blattwerk von ‚ The Satanic Satanist ‚ in hellen und saftigen Farben erstrahlen lässt. Energiereiche Stoffe formieren sich zu einer gebündelten Lichtquelle, warmer Sonnenschein legt sich auf die Oberfläche der elf Stücke und versetzt diese in lebendige Rhythmussektionen die Ihres Gleichen suchen. Sie basteln daran in Portland mit Paul Kolderie, Anthony Saffery und Adam Taylor, distanzieren sich damit auf ‚ The Satanic Satanist ‚ zu den wilden und experimentellen Aufnahmen der letzten Jahre und doch wirkt es so natürlich und vertraut wie das eigene Lieblingsshirt. John Gourley vertieft diesen Eindruck mit seiner vielseitigen und faszinierenden Stimme ein ums andere Mal mehr und es scheint fast so, als wäre seine Stimmung und der Charakter das Lot in all diesen einzigartigen Songs. ‚ Guns And Dogs ‚ markiert den Rock’n’Roll Swagger in Verbindung mit dem eingängigen Gesang, der somit nicht nur die unverzichtbare und konstante Variable ist, sondern ein beißender Katalysator der die Stücke drängend aber bestimmt an Ihr Ziel führen kann. Dabei verfolgen The Man keine wirkliche Richtung, stehen außerhalb der einfachen Faszination, ziehen ‚ The Satanic Satanist ‚ straff durch die knapp vierzig Minuten und markieren damit den nächsten perfekten Schritt in einem Schaufenster, das nun stolz die Früchte Ihrer Experimente in voller Pracht zur Schau stellen darf.