Peter Broderick – http://www.itstartshear.com

‚ I Am Piano ‚ erklärt und das eröffnende Stück zum neuen Album ‚ http://www.itstartshear.com ‚ mit seinen verzierenden Geigen und dem sanften Glockenspiel. Doch während durch die aufziehenden Klänge es offensichtlich erscheint, welche Art von Instrumentierungen Peter Broderick in den ersten Minuten einsetzt, bleibt doch die Frage nach dem ominösen Albumtitel im Kopf hängen. ‚ http://www.itstartshear.com ‚ wurde von Nils Frahm produziert, „It’s great to work with Nils. I’ve been in Berlin almost two years now, and over the last couple of years, he’s been growing his own home studio more and more, and he keeps upgrading it all so it’s a very special place for me and for him, and for a lot of friends that we have that are making music,“ so Broderick. Die Geschichte hinter dem Albumtitel ist dagegen so simpel wie einleuchtend. Der Sänger wollte nur sichstellen, dass seine Hörer den Weg zur Website finden, auf der zahlreiche Texte und das Artwork zum Release bereit stehen. Die Songs selbst scheinen irgendwo zwischen einem Soundtrack und den eigenen sehr bescheidenen Texten gefangen. Die Flucht führt einzig durch die effektiv geschichtete Atmosphäre, die Emotionen erklingen dagei wie das knarzende Holz in den Stunden des Sonnenuntergangs und doch gibt es neben den wunderschön harmonisierten Gitarren-Riffs ungeschickte Weitläufigkeiten, ausgelöst durch die Erinnerungen an einen romantischen Briefwechsel von einigen Jahren im Stück ‚ A Tribute To Our Letter Writing Days ‚. Hier verliert sich Broderick zu sehr in seinen Gedanken, während ‚ Blue ‚ von seinem Vater geschrieben wurde. „In 2008, when I was spending Christmas with my mother, she pulled out this cassette tape and it was a song by my father that I’d never really heard. I always knew that this tape existed but I’d never heard it. She played it for us, and for the first time while I was listening to it, already my mind was spinning with“. Der Sohn hat am Ende das Orginal verändert, die psychedelischen Elemente sind einem besinnlichen und wärmenden Ambiente gewichen. Der gleichnamige Titeltrack ‚ It Starts Hear ‚ dagegen ist ein vollkommener Fremdkörper auf dem Album. Er wirkt sehr befremdlich und doch auf seltsame Art und Weise anziehend. Entstanden ist der Song nach dem Ende der regulären Aufnahmen, als Broderick die Spieldauer für zu kurz empfand. „we realised that there’s nothing short enough for radio play on this album so we kind of joked around about making some sort of single and then I thought if we’re going to make a single, it should be a rap song. And that’s how the idea started. We made the beat first and I couldn’t really rap for some reason so I ended up just having to speak. I can see myself going into some more beat-driven things in the future but I’m not sure how much right now“. Das Herzstück ist das majestätische ‚ Asleep ‚. 8 Minuten brennt einer stiller Triumph, von dem Broderick die Meinungen seiner Hörer lesen wollte: „I posted the words online and invited anyone and everyone to send in recordings of the words being recited. I collected recordings from all around the globe, as if this great loss could be felt by everyone, everywhere.” Schlussendlich finden sich die meisten Songs auf ‚ http://www.itstartshear.com ‚ in simplen Songstrukturen wieder – die jedoch aus dem Nichts etwas kreieren mussten. Das ist größtenteils gelungen und so lädt uns eine reiche klangliche Landschaft zu weiteren Erkundungen ein.