NANCI GRIFFITH Intersection
INTERSECTION ist ein solides Album, das NANCI GRIFFITH’s Stärke im Geschichtenerzählen unterstreicht, auch wenn es nicht durchgehend auf dem Niveau ihrer besten Arbeiten liegt.
Nanci Griffith’s neues Werk „Intersection” markiert ihr 20. Studioalbum. Aufgenommen in ihrem Heimstudio in Nashville, Tennessee, entstand das Werk in Zusammenarbeit mit den Co-Produzenten Maura Kennedy, Pete Kennedy und Pat McInerney. Veröffentlicht wurde es unter den Labels Proper Records und Hell No. Die Entstehung von “Intersection” war geprägt von einer Phase persönlicher und beruflicher Herausforderungen für Griffith. In einem Interview mit PopMatters beschreibt sie das Album als eine Reflexion über diese schwierige Zeit und betont, dass die Lieder direkt aus ihrem Herzen kommen.
Der Eröffnungstitel “Bethlehem Steel” thematisiert die Schließung eines Stahlwerks in Bethlehem, Pennsylvania, und beleuchtet die Auswirkungen auf die dortigen Arbeiter. In nur vier Minuten gelingt es Griffith, die Geschichten mehrerer Charaktere einzufangen, deren Leben sich durch diese Veränderung grundlegend wandelt. Mit “Bad Seed” wendet sich Griffith persönlicheren Themen zu und reflektiert die Spannungen in der Beziehung zu ihrem Vater. Sie erkennt an, dass ihre Ähnlichkeiten möglicherweise die Ursache für ihre Konflikte sind.
Der Song “Hell No (I’m Not Alright)” zeichnet sich durch eine rebellische Energie aus und erinnert stilistisch an eine Mischung aus The Pogues und The Everly Brothers. Griffith singt mit Nachdruck: “I’m still gone and it’s all the same / I’m taking notes and naming names…”. “Intersection” enthält insgesamt zwölf Tracks, darunter fünf Coverversionen. Bemerkenswert ist die Auswahl dieser Covers, die eine eigene Geschichte erzählen. Von der Entschlossenheit in Mark Seliger’s “Never Going Back” bis hin zu einer Hommage an ihr Idol Loretta Lynn mit “High on a Mountain Top” am Ende des Albums.
Trotz der persönlichen Tiefe und der sorgfältigen Produktion erreicht “Intersection” nicht ganz die emotionale Intensität einiger früherer Werke von Griffith. Während die Themen relevant und die Geschichten authentisch sind, fehlt es einigen Tracks an musikalischer Dynamik, die in ihren früheren Alben präsenter war.
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