Passenger – Songs For The Drunk and Broken Hearted

Die Tränen eines Clowns… eine vertraute Metapher und ein Bild, dass die neueste Veröffentlichung des in Brighton geborenen Mike Rosenberg schmückt. Leider ist dieses Bild so klischeebehaftet, wie die neuen Songs von PASSENGER klingen.

Dieses Trennungsalbum ist ungefähr so ​​originell wie Blumen im Frühjahr, und doch haben Musiker diese Tiefen schon so lange erforscht, wie es Kunst gibt. Trennungen (insbesondere solche, die auf eine Pandemie zurückzuführen sind) sind per Definition schrecklich, und dieses altehrwürdige Thema untersucht Passenger auf seinem 12. Studioalbum „Songs for the Drunk and Broken Hearted“. Leider fügt es dem überladenen Kanon nichts Neues hinzu. Während Rosenberg umgängliche Melodien mit dünner Stimme vorträgt, die ungefähr so ​​harmlos sind wie ein Edward Sharpe Song, der über seinen letzten Supermarktbesuch erzählt, ist es bedauerlich, dass er nichts Neues über eine der häufigsten Umstände finden kann, die ein Mensch erleben kann. Anstatt seine aktuelle Situation direkt anzusprechen, versteckt sich Rosenberg hinter hohlen Karikaturen. Für ein Album, das so sehr daran interessiert ist, am Ende einer leergetrunkenen Flasche Trost zu spenden, hätte „Songs for the Drunk and Broken Hearted“ viel tiefer gehen müssen.

Das Festhalten an einem Stil ist für einen Künstler wichtig, um sich selbst treu zu bleiben. Innerhalb dieser Platte gibt es jedoch nichts, was als neu und aufregend tituliert werden könnte und manchmal führt es dazu, dass es sich ein wenig wiederholt. Es besteht jedoch keine grundsätzliche Notwendigkeit, die Tracks allgemein als langweilig zu bezeichnen. „Suzanne“ ist ein Liebeslied, das den schönsten Klavierpart mit emotionalen Tönen und Texten verbindet. Ein wirklich intelligentes Lied, dass große Anerkennung verdient. „London In The Spring“ ist ein nostalgisches Stück, das uns klar macht, dass wir Schönheit und Glück in den kleinsten Dingen finden können. Es gibt mehr als nur zarte Vergleiche zu Sheeran, aber auch zu Ryan Adams, während die E-Gitarren-Arbeit weiter auf The Smiths und die The Cure zurückzuführen ist. 

Letztlich – und obwohl seine Stimme unverkennbar ist – macht Passenger nichts Neues. Aber inmitten eines langen, harten Winters haben seine süßen, traurigen, sentimentalen Lieder dann doch irgendwie etwas Tröstliches an sich.

5/10