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Schwarzweiß-Porträt von Nadia Reid mit Brille und nachdenklichem Blick.
ALBUM

Listen to Formation Look for the Signs NADIA REID

2015
MSTAX ALBUMPROFIL

Call the Days, der Track, der das außergewöhnlich selbstbewusste Debüt der neuen Folk-orientierten Singer-Songwriterin NADIA REID einläutet, deutet auf eine antipodische Laura Marling hin, eine talentierte 24-Jährige mit einer übernatürlichen Fähigkeit, inneres Wetter in Akkorde und Worte zu übersetzen.

Das Debütalbum der neuseeländischen Songwriterin Nadia Reid beginnt mit der Art von Zen-ähnlicher Gewissheit, die nur nach einer Bestandsaufnahme entsteht. „When I hit the ground in all my glory/ I will know where I have come from“, singt sie auf „Runway“, dem eröffnenden Stück. „Listen to Formation, Look for the Signs“ findet die 24-jährige Aucklanderin bei der Sezierung einer Beziehung, deren Ende bei jeder erneuten Untersuchung neue Ebenen des Scheiterns und verborgene Motive beleuchtet. Reid’s Einstellung zur Liebe mag hoffnungslos sein, aber ihre unverblümten Worte werden von der Wärme und ungewöhnlichen Anhänglichkeit der abwechslungsreichen Arrangements umhüllt.

Im Verlauf von neun Songs macht die melancholische Neuseeländerin es auch wie Gillian Welch und Mazzy Star, begleitet von einer elektrifizierten Band, die Reid’s sanfte Töne exquisit kompensiert. Das widerhallende „Reaching Through“ ist Country Rock, das kaum vorhandene „Some Are Lucky“ konzentriert sich derweil auf „the little things“, auf die es ankommt. Ihre Palette ist nicht breit, aber sie wird gekonnt eingesetzt – auf dem modalen Folk von „Call the Days“ erinnert sie an Laura Marling; „Just to Feel Alive“ ist die Art von Indie-Soul-Ballade, auf die sich Matthew E. White’s Spacebomb-Kollektiv spezialisiert hat. Reid’s Stimme ist wehmütig und nachdenklich, manchmal verwischt sie die Silben und verleiht diesem erstaunlich guten Debüt ein Gefühl von Wärme.

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Schwarzweiß-Porträt von Nadia Reid mit Brille und nachdenklichem Blick.

Nadia Reid – Listen to Formation Look for the Signs

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Anspieltipps: Call the Days, Reaching Through, Just to Feel Alive

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