Suche läuft …

MEGHAN TRAINOR Takin’ It Back

2022

MEGHAN TRAINOR bringt die Glitzerwelt zurück – warum TAKIN’ IT BACK eine verspielt-ehrliche Hymne auf Selbstakzeptanz, Tanzen und Lebenschaos ist, die trotz Kitsch mutig berührt.

Die knallige Welt auf dem Cover von „Takin’ It Back“ wirkt wie ein Barbietraum auf Zuckerrausch: bonbonfarben, überladen, charmant überdreht. Und genau so fühlt sich auch Meghan Trainor’s fünftes Studioalbum an – wie eine wild durchchoreografierte Rückschau auf alte Erfolge, neue Kämpfe und die Kunst, aus Zweifeln ein Pop-Feuerwerk zu machen. Zwischen Mama-Sein, TikTok-Hype und Selbstzweifeln schüttelt sie hier eine Platte aus dem Ärmel, die sich selbst genauso ernst nimmt wie nicht – und darin liegt ihre Kraft.

Apple Music – Cookies nötig.

Nach dem Megaerfolg von „All About That Bass“ 2014 war es stiller um Trainor geworden – zwei Alben, darunter ein Weihnachtswerk, verpufften trotz einzelner guter Tracks. Mit „Takin’ It Back“ (Epic Records) will sie jetzt wortwörtlich „zurücknehmen“, was ihr Stil mal war: Doo-Wop-Basslines, Glitzer-Feminismus und knallbunte Selbstironie. Die 44-minütige Mischung aus Pop, Doo-Wop, Mambo, R&B und Gospel zieht alle Register, ohne sich wirklich festzulegen – was man je nach Blickwinkel als Schwäche oder charmantes Chaos deuten kann.

Das Album eröffnet mit „Sensitive“ – einer retrofuturistischen A-cappella-Hommage an verletzliche Stärke – und landet direkt danach den viralen Hit „Made You Look“. Hier spielt Trainor mit Style-Stereotypen („I could wear my Louis Vuitton / But even with nothin’ on / Bet I made you look“) und verwandelt Body Positivity in Ohrwurm-Mantra. Auch der Titeltrack „Takin’ It Back“ bringt Bass und Girlgroup-Attitüde zurück ins Rampenlicht: „Back when the bassline wasn’t basic“ – so klingt nostalgischer Eigensinn.

Doch „Takin’ It Back“ ist nicht nur Tanzfläche. In „Don’t I Make It Look Easy“ gibt sie einen Blick hinter den Filter der perfekten Social-Media-Fassade – „I got a filter for every single lie“ – während sie in „Superwoman“ und „Final Breath“ tief in emotionale Schichten vordringt. Letzterer Track klingt wie ein Abschiedsbrief an das Leben selbst, zart instrumentiert, fast schwebend: „And the words I’d choose / For my final breath / Will be, ‘I love you.’“ Das bunte Albumcover spiegelt genau das: Eine scheinbar makellose Welt aus Plastik, in der sich Brüche zeigen – nicht als Makel, sondern als Einladung zum echten Leben. 

Meghan inszeniert sich nicht als perfekte Pop-Prinzessin, sondern als Mutter, Partnerin, Frau mit Ecken, Beats und – ja – pinkem Puppenhaus. Und auch wenn Songs wie „Shook“ oder „Mama Wanna Mambo“ stilistisch aus dem Ruder laufen, bleibt ein Gefühl: „Takin’ It Back“ tanzt auf den Trümmern vergangener Perfektion.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Bei einem Kauf erhält MariaStacks eine kleine Provision.

Meghan Trainor auf knallbuntem Cover von „Takin’ It Back“ in einem surrealen, poppigen Puppenhaus-Szenario.

Meghan Trainor – Takin’ It Back

Jetzt bei JPC kaufen Jetzt bei Amazon kaufen
71
collage
2022
Takin‘ It Back
LF -0284- PR

Dieses Album ist innerhalb seiner Stimmung platziert und bewertet. Die folgende Auswahl zeigt Titel derselben Stimmung, die im Ranking darüber oder darunter liegen. Sie dient der Einordnung, nicht der Empfehlung.

schriftbild
2015
No Control
LF -0280- TK
gruppe
2011
A Kiss Before You Go
LF -0281- PE
portrait
2002
C’mon, C’mon
LF -0282- SG
illustration
2009
Rumpus
LF -0283- SG
portrait
1991
Let’s Get to It
LF -0285- NG
schriftbild
2012
The Life And Death Of Ponyboy
LF -0286- PR
gruppe
2012
Well, It’s About Time
LF -0287- BE
digitalkunst
2020
Translation
LF -0288- SG