Jim James – Uniform Distortion

Auf seinem dritten Soloalbum mit neuen Songs schafft James das überschüssige Laub auf die Seite. „Uniform Distortion“ kann als eine schnelle und schmutzige Angelegenheit gesehen werden. Auf dem Album unterstützen Ihn die alten Kumpels Seth Kauffman am Bass und Dave Givan am Schlagzeug. Nach mehreren Jahren des Studio-skulptierten Experimentierens innerhalb und außerhalb seiner Hauptband, hat James die elektrische Gitarre wie eine verlorene Supermacht zurückgefordert und bringt den Geist seiner My Morning Jacket-Platten näher als alles, was die Band in den letzten 15 Jahren veröffentlicht hat.

„Uniform Distortion“ trägt eine optimistische Aufregung in sich, schwelgt in kreischenden Gitarren-Licks und distanzierten Harmonien. Fast jeder Song verfügt über ein hohes Maß an Tatendrang und Entschlossenheit, eine inbrünstige Ausgelassenheit, die sich nicht für mangelnde Zurückhaltung entschuldigt. So gefallen insbesondere Songs wie „Better Late Than Never“, „Just a Fool“, „You Get To Rome“ und sogar ein verspieltes Pop-Stück wie „Over and Over“ fügt sich nahtlos in das Gesamtgebilde ein. Wenn das Album zu Ende geht, liegt der Erfolg in der Ehrlichkeit und Reinheit.

Im Gegensatz zu seiner vorherigen Veröffentlichungen ist „Uniform Distortion“ in kein psychedelisches Netz gehüllt, sondern überzeugt mit großen Hooks, bösen und verträumten Soli und einer üppigen Produktion.