James Levy And The Blood Red Rose Featuring James Levy and Allison Pierce – Pray To Be Free

Über Heavenly Recordings veröffentlicht, ist das neue Album ‚ Pray To Be Free ‚ von James Levy & The Blood Red Rose das erste auf Solopfaden. Nach dem in Eigenregie veröffentlichten Alben ‚ Rotten Love ‚ aus dem Jahr 2006 und ‚ Glorious ‚ im Jahr 2007 – und damals noch als Band LEVY, verließ der aus Vermont stammende Singer/Songwriter jenes Bandgefüge, doch lange dauerte es nicht, da fand er mit Alison Pierce (The Pierces) eine sehr passende Duettpartnerin. ‚ Pray To Be Free ‚ zieht mit sanften Schwingungen durch traditionelle Rock ’n‘ Roll Musik, erinnert an die 60er Jahre mit Serge Gainsbourg, Brigitte Bardot, Jane Birkin oder auch Lee Hazlewood und kreiert dennoch eine klassische Atmosphäre, die selbstsicher durch einen modernen und frischen Sound tänzelt. Ihre Songs sind die nostalgische Sehnsucht nach der Heimat, erzählen über Liebe und Krieg, „I tend to write about death and relationships, and the death of relationships,” says Levy, “but I cannot tell you why“, und weil sich auch Coldplay-Bassist Guy Berryman von dieser Platte faszinieren ließ, produzierte er diese, wie auch zuvor schon das aktuelle Album von The Pierces. ‚ Hung To Dry ‚ wird mit zarten Streicher-Arrangements untermalen und überhaupt, fügt sich die eher in den Hintergrund gemischte Musik perfekt in den zweistimmigen Gesang ein, lenkt nicht ab, sondern lässt allen Glanz für die Hauptrollen von James Levy und Alison Pierce. ‚ Pray To Be Free ‚ ist der Soundtrack für einsame Stunden, für Sehnsucht und Träumereien. Besonders im Stück ‚ Holy Water ‚ sollte man das Papiertaschentuch zur Hand haben. Mit Swing zieht uns ‚ Keep My Baby ‚ dann kurz darauf auf die Tanzflächen und mit Ausnahme von Allison’s ‚ Cry Myself To Sleep ‚, wurden die Songs auf ‚ Pray To Be Free ‚ aus der umfangreichen Sammlung von mehr als 50 Levy-Tracks zusammengestellt und aufgenommen – von denen einige ursprünglich noch für seine alte Band LEVY gedacht waren. Es lassen sich nur wenig Schwachstellen ausmachen und meistens sind es dann zu ähnlich klingende Passagen, oder auch der fehlende zweistimmige Gesang, wenn James Levy ohne seine reizende Duettpartnerin durch die Geschichten führt. Das abschließende ‚ Precious Age Of 13 ‚ hat Levy nur halb auf Hebräisch gesungen, wie er erklärt: „I wanted to write a song like Gainsbourg but I couldn’t sing in French, so I sing in Hebrew instead!”. Schlussendlich bleibt ‚ Pray To Be Free ‚ eine besinnliche Angelegenheit und man sollte Zeit mitbringen, um das Werk in seiner vollen Länge genießen zu können. Denn nur so entfalten sich die romantischen Züge, die schicken Streicherarrangements und die wundervollen zweistimmigen Gesänge von James Levy und Alison Pierce.