JAPANDROIDS Fate & Alcohol
Indem sie sich auf dieser letzten Veröffentlichung mit den Auswirkungen ihrer unbeschwerten Anfangsjahre auseinandersetzen, haben die JAPANDROIDS sichergestellt, dass sie nicht nur als Partystarter, sondern auch als nachdenkliche Songwriter in Erinnerung bleiben.
Für eine Band, die erst ihr viertes Studioalbum in fast zwanzig Jahren veröffentlicht hat, haben Japandroids einen besonderen Platz in den Herzen der Indie-Rock-Fans. Ihr fantastisches zweites Album „Celebration Rock“ macht genau das, was sein Titel suggeriert. Es war ein Hauch ehrlicher Erheiterung, erschienen zu einer Zeit, als die meisten Musiker zu desillusionierten Keyboard-Klängen und Synthesizer-Gebrumm tanzten. Das in Vancouver ansässige Duo brachte die ursprüngliche Menschlichkeit eines Rockkonzerts zurück in die Band und die Band schwebte vor Freude, als die Fans mitsangen, sich auf die Bühne stürzten und ihr Leben in King’s Texten widergespiegelt sahen.
Das Duo legte fünf Jahre später mit „Near To The Wild Heart Of Life“ nach, und obwohl das Album kein Reinfall war, vibrierte es einfach nicht so wie sein Vorgänger, als die Gruppe versuchte, ihren Sound zu erweitern. Jetzt, sieben Jahre nach dieser Veröffentlichung, bieten sie „Fate & Alcohol“ an, zehn Songs in 36 Minuten, die größtenteils durch ihr Ringen mit der Reife und den großen Entscheidungen des Lebens erfolgreich sind, aber nie die Höhen ihrer Jugend erreichen. Dieses Album basiert auf den Dingen, in denen Japandroids hervorstechen: große verzerrte offene Akkorde, donnernde Trommeln und faustpumpende Chorgesänge.
Die alte Ausgelassenheit bleibt, wird aber durch ein neues Selbstbewusstsein gemildert, als wüsste die Band, dass dieses Kapitel ihres Lebens zu Ende geht; „Chicago“ klingt nostalgisch, „D&T“ balanciert luftige Melodie mit selbstgeißelnder Lyrik und „Fugitive Summer“ brodelt vor Zurückhaltung, zumindest bis zu einem explosiven Schluss. „A Gaslight Anthem“ beklagt eine zerbrochene Freundschaft, während „Positively 34th Street“ der Track ist, der den zentralen Konflikt der Platte besser einfängt als jeder andere und die Erzählweise von „Near to the Wild Heart of Life“ mit der Leichtigkeit ihres klassischen Materials in Einklang bringt.
Als Japandroids ihre Minitournee 2022 zur Feier des 10-jährigen Jubiläums ihres Meisterwerks „Celebration Rock“ stillschweigend absagten, dachte man, dies sei das Ende der Partnerschaft zwischen Prowse und King. Die überraschende Ankündigung und Veröffentlichung von „Fate & Alcohol“ ist jedoch ein würdiger Abschied für die Band. Das Album ist ein mutiger Versuch, ihr modernes, reifes Leben mit den rohen Emotionen ihrer glühenden Jugend zu vermischen.
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