Hannah Georgas – All That Emotion

Vier Jahre nach ihrer letzten Veröffentlichung ist HANNAH GEORGAS mit ALL THAT EMOTION erfolgreicher und selbstbewusster als je zuvor zurückgekehrt.

Mit „All That Emotion“ folgt bereits die vierte Veröffentlichung von Hannah Georgas und ist eine bewegende und erhebende Angelegenheit, während sie wie versprochen all diese Emotionen durcharbeitet. Die Songs sind sehr persönlich, mit Themen wie Belastbarkeit, Beharrlichkeit, Herzschmerz und schließlich Akzeptanz. Sie sind bittersüß und das Ergebnis ist ein reifer Sound, der sich elegant mit Georgas ätherischem, aber süßem Gesang verbindet. Es ist auch erwähnenswert, dass Aaron Dessner von The National die Produktion leitete und ihr die gleiche reduzierte Sparsamkeit verlieh wie bei seiner letzten Arbeit an Taylor Swift’s Album „Folklore“, was zu einer noch wogenderen Erfahrung führt.

Der Klang dieser Platte ist exquisit. Genial zusammengestellte Melodien harmonieren perfekt mit dem Gesang, unabhängig vom Klang. Tracks wie „Dreams“ haben große Synth-Beats und unglaubliche Rhythmen, die wunderbar zusammenarbeiten und einfach so gut zum Thema des Albums passen. Textlich ist Georgas eine wunderbare Geschichtenerzählerin. Dieses Album, das Gedanken und Erinnerungen zusammensetzt und mit ihnen etwas Wunderschönes schafft, steckt voller Gefühle und ist besonders deutlich auf Tracks wie „Someone“ zu beobachten, die sich von Anfang an so zart und roh anfühlen und richtig mit dem Gefühl der Lyrik harmonieren. Auch „Just A Phase“ ist ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie gut diese Songs strukturiert sind, mit fantastischen Melodien und Gesängen, die einen schlicht verzaubern. 

Georgas macht kein Geheimnis daraus, dass ihre Texte von den Menschen inspiriert wurden, die sie selbst getroffen hat und „All That Emotion“ ist eine Platte voller Tracks, die den sehr passenden Titel widerspiegeln. Georgas’ Beherrschung der miteinander verflochtenen Turbulenzen ist nirgend offensichtlicher als bei dem zarten „Pray it Away“. Von den widersprüchlichen Ansichten ihrer Familie belastet, ringt sie mit den abgrundtiefen Gefühlen der Enttäuschung und des Konflikts: „I keep wondering will you still love me, even though I’m not what you thought… I can’t pray it away.“ Hannah Georgas präsentiert uns ein Album, das einfach funktioniert. Sie bringt alles zusammen, erzählt einfühlsame Geschichten und kombiniert diese mit einer Lyrik, die während der gesamten Aufnahme von Gedanken und Gefühlen durchdrungen ist.