Suche läuft …

HANNAH DIAMOND Reflections

2019

Mit REFLECTIONS liefert HANNAH DIAMOND eine bittersüße Pop-Erfahrung, die zwischen kindlicher Naivität und futuristischer Produktion oszilliert.

Das Debüt der Popkünstlerin Hannah Diamond aus London ist endlich auf dem englischen Label PC Musik erschienen. Begleitet von der hochaktuellen, sorgfältig programmierten Produktion von Labelchef A.G. Cook (in Zusammenarbeit mit easyFun) ist Diamond’s Interpretation der Popmusik genauso beeindruckend wie zu Beginn des Jahrzehnts, als sie erstmals für hohe Wellen auf dem Label sorgte. Das bedeutet konkret für den Einzelnen, wenn kein Interesse an den zuckersüßen Tönen und der schrillen Vokalakrobatik des Projekts besteht, kann „Reflections“ ohne Bedenken ausgesetzt werden. Wenn man dagegen Gefallen an derlei Produktionen findet, sollte „Reflections“ den Gaumen befriedigen.

Apple Music – Cookies nötig.

Es ist zugleich eine ergreifende Ergänzung zu Caroline Polachek’s kürzlich gefeiertem Album. Wo Polachek gelehrt und poetisch ist, ist Diamant beinahe fantasielos; Wo Polachek’s Gesang erstaunlich gekonnt in luftige Höhen aufsteigt, ist die Stimme Diamond’s eher als naiv zu werten, die wie ein junges Mädchen in ihrem Schlafzimmer vor sich hin singt und das mit bewusst einfachen Texten. “You said let’s kiss / I said nothing / maybe I should / have said something”. Der melancholische Effekt wird durch die Art von Kinderreim-Melodien verstärkt, die in Trance-Hits verwendet werden, und tatsächlich gibt es in „Concrete Angel“ einen brillant – aber nicht weniger traurigen – Club-Banger.

Enttäuschend ist leider die Tatsache, dass mehr als die Hälfte dieser zehn Titel schon seit einiger Zeit im Internet schweben – einige seit Jahren. Nach so langem Warten wäre es schön gewesen, mehr neues Material zu haben. Es gibt jedoch nichts Vergleichbares und da Diamond das Aushängeschild des Labels ist, muss es einen erheblichen Druck auf Diamond gegeben haben, mit diesem Album zu liefern, und sie tut dies größtenteils mit „Reflections“ – es klingt wirklich wie Popmusik der Zukunft.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Bei einem Kauf erhält MariaStacks eine kleine Provision.

73
surreal
2019
Reflections
VE -0509- LV

Dieses Album ist innerhalb seiner Stimmung platziert und bewertet. Die folgende Auswahl zeigt Titel derselben Stimmung, die im Ranking darüber oder darunter liegen. Sie dient der Einordnung, nicht der Empfehlung.

portrait
2012
Milo Greene
VE -0505- RO
surreal
2005
Are You Thinking What I’m Thinking?
VE -0506- RB
fotografie
2023
L’Ecstasy
VE -0507- RB
portrait
2021
Geist
VE -0508- NG
illustration
2013
It’s Alive
VE -0510- OB
portrait
2009
God Help The Girl
VE -0511- NG
fotografie
2012
Neck Of The Woods
VE -0512- NG
portrait
2011
Parallax
VE -0513- TZ