Elfin Saddle – Devastates

Multi-Instrumentalistin und Sängerin Emi Honda zieht mit Jordan McKenzie alle Register auf ihrer neuen Platte ‚ Devastates ‚, deren Songs einmal mehr die Reise durch die gesamte Welt bedeuten. Es ist ein intensives Erlebnis, es ist leidenschaftliche Folk-Musik, es herrscht ein Gefühl der Dringlichkeit und es ist definitiv keine Musik für den Hintergrund. Es ist Songwriter-Pop, der dir die Füße wärmt und das Herz reinigt. Elfin Saddle ziehen Ihre Leidenschaft aus dem Interesse ähnlicher Kunstrichtungen und der gemeinsamen Liebe zur freien Natur. ‚ The Changing Wind ‚ beschwört bereits im Titel die heranziehenden Veränderungen, aus zarten und zugleich schrillen Tönen entsteht ein beschwingter Rhythmus mit schönen Gesängen. Man möchte sich hier niederlassen, doch der Schein trügt: eine unerwarteter Kraft zieht aggressiv an den Füßen und reißt die Musik aus ihren traditionellen Folk-Wurzeln. ‚ Kiboho ‚ tanzt ähnlich atmosphärisch durch die Strophen und erinnert an die epische Wildnis aus einem fernen Jahrtausend. Der Song selbst steigt jedoch in das Chaos ein und besinnt sich auf ein kraftvolles und rhythmisches Muster. Seit 2006 leben Elfin Saddle in Montreal und erfreuen sich an einer stetig wachsenden Fangemeinschaft. Und diese Fangemeinschaft wird sich wiederum besonders über den Höhepunkt ‚ Boats ‚ freuen, eine Chamäleon-artige Schöpfung ohne Atempause. Mit ‚ The Power & The Wake ‚ zieht eine unheimliche Kulisse ominöser Gewitterwolken am Horizont auf, die uns unbekümmert die kleinen Geheimnisse unseres Planeten zuflüstern. Und trotzdem befinden wir uns in der düsteren Klangwelt von Elfin Saddle, in einer menschenleeren Umgebung – der pefekte Ort für instrumentelle Experimente. Hondas sopranistischer Gesang klingt zum größten Teil wehmütig und engelhaft, aber manchmal erkundet sie Ihre Grenzen und wandelt dann durch kreischende Verwüstungen – teilweise auf englisch, teilweise auf japanisch. Schlussendlich bleibt ‚ Devastates ‚ zutiefst engagierte Folk-Musik mit großer Wirkung, die aus der Ferne einem subtil verstörenden Kunstwerk gleicht, höchst originell und unverwechselbar. Eine echte Entdeckung eben.