Beabadoobee – Fake It Flowers

FAKE IT FLOWERS ist ein Statement, dass auf uneingeschränktem Selbstvertrauen beruht, eine aufschlussreiche, packende und bezaubernde Debütaufnahme, bei der BEABADOOBEE die Tore öffnet und die Welt in ihr Leben lässt.

Die in London lebende Künstlerin Beabadoobee (alias Beatrice Kristi Laus) erreichte mit Ihrem Song „Coffee“ im Jahr 2017 eine dramatisch ansteigende Hörerschaft auf Spotify und machte über TikTok eine Armee von Fans daraus. Und trotzdem klingen die meisten neuen Songs von Beabadoobee nicht wie „Coffee“ oder ihre anderen frühen akustischen Tracks. Bis 2019 machte Beabadoobee von den 90ern inspirierte Rockmusik, die sich an Lush, Pavement und Veruca Salt orientierte. Sie ist jetzt bei Dirty Hit unter Vertrag, wurde für den Rising Star Award in die engere Wahl gezogen, stand für Clairo und The 1975 auf der Bühne und hat eben nun ihr neues Album „Fake It Flowers“ veröffentlicht.

Die meisten Songs auf „Fake It Flowers“ drehen sich um einen strukturierten Hi-Fi-Rock-Sound mit hymnischen Refrains. Songs wie das heulende, aggressive „Charlie Brown“ und das zuckerhaltige „Dye It Red“ verbinden sich dabei mit feiernden Klischees und Komplexitäten gleichermaßen. Sie benannte sogar mutig ein Lied nach ihrem langjährigen Freund und Musikvideo-Mitarbeiter, indem sie einfach seine Initialen umkehrte („Horen Sarrison“). Es ist genau die Art von albernen Schachzug, den man von einer 20-Jährigen erwarten würde – aber es ist einfach herzerwärmend.

Ihr Gesang ist ausdrucksvoller denn je in den hauchdünnen Versen und spöttischen Refrains von „Care“, der hellen, dreisten Unabhängigkeitserklärung, die das Album ankurbelt. Es gibt eine neu entdeckte Wut in den donnernden „Charlie Brown“ und „Sorry“, einer scheinbar fragilen Ballade, die zu Vergleichen mit den Sundays und den Cranberries einlädt und uns dann mit einem Ausbruch von explodierenden Gitarren überrascht. Trotz der Unsicherheit, die dieses Jahr mit sich gebracht hat, ist die wahre Essenz dessen, wer Beabadoobee ist, hier, um zu bleiben, und führt uns mit Ihrem Album zurück in einfachere Zeiten.