Suche läuft …

BENNY BENASSI Feel The Bass

NEU ● 2026

BENNY BENASSI meldet sich nach einem Jahrzehnt mit einer klanggewaltigen Werkschau zurück, die zwischen nostalgischer Club-Hymne und moderner Electro-Ästhetik pendelt. Das neue Album FEEL THE BASS vereint dabei mühelos die Wurzeln des Chicago House mit der unnachgiebigen Energie zeitgenössischer Tanzflächen.

Die Entscheidung ist gefallen: Ein verzerrtes Low-End, das jegliche Zurückhaltung verweigert, markiert den Zugriff auf eine Ästhetik, die ihre eigene Historie nicht verleugnet, sondern als Werkzeug begreift. Es ist eine bewusste Rückkehr zur rohen, mechanischen Energie, die bereits vor über zwei Jahrzehnten die Parameter des Genres verschob. Diese strategische Setzung entzieht sich dem bloßen Nostalgie-Diskurs, indem sie die klangliche Härte als aktuelle Notwendigkeit begreift.

Apple Music – Cookies nötig.

In der visuellen Inszenierung des Covers manifestiert sich diese Haltung durch eine kühle, fast klinische Distanz. Das grelle Neon-Emblem schwebt über einer anonymen Masse, eine bewusste Künstlichkeit, die das Verhältnis zwischen dem Star und dem Club-Raum neu verhandelt. Es ist keine Pose der Nahbarkeit, sondern die architektonische Behauptung eines Platzes in der Mitte der Bewegung, die Benny Benassi einst mitbegründet hat.

Dort, wo die Bässe eine korrosive Kraft entwickeln, wird die Musik zur Konsequenz einer tief sitzenden Überzeugung von Präzision. In „Chicago Baby“ bündelt sich diese Strategie in der Zusammenarbeit mit Felix Da Housecat, die wie eine Bestandsaufnahme wirkt. „Can we talk about house music? / You already know… It’s Chicago, baby!“ fungiert hier nicht als schmückendes Zitat, sondern als programmatische Verankerung in einem Koordinatensystem, das keine Kompromisse duldet.

Die Beteiligung von Akteuren wie ARTBAT oder Chris Nasty verstärkt diese Ausrichtung, indem sie den Raum zwischen Tradition und Progression besetzt. „Love Is Gonna Save Us“ oder „Superstar“ agieren dabei als funktionale Einheiten innerhalb eines Systems, das auf maximale Wirkung bei gleichzeitiger Reduktion der Mittel setzt. Frühere Meilensteine wie „Hypnotica“ bleiben als klangliche Referenzpunkte spürbar, dienen jedoch lediglich als Kontrastflächen für die aktuelle, weitaus geschärftere Produktion.

Letztlich führt diese konsequente Selbstverortung zu einer Ästhetik, die in „Can I Feel?“ ihren Abschluss findet. Die dort eingesetzten Soul-Vokale wirken wie eine kontrollierte Entladung innerhalb eines ansonsten streng reglementierten elektronischen Gefüges. Es bleibt die Erkenntnis einer handwerklichen Unbeirrbarkeit, die sich im Vergleich zum bisherigen Gesamtwerk durch eine fast schon analytische Härte auszeichnet.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Bei einem Kauf erhält MariaStacks eine kleine Provision.

75
digitalkunst
NEU
2026
Feel The Bass
AW-0540-OB

Dieses Album ist innerhalb seiner Stimmung platziert und bewertet. Die folgende Auswahl zeigt Titel derselben Stimmung, die im Ranking darüber oder darunter liegen. Sie dient der Einordnung, nicht der Empfehlung.

illustration
2012
Funky Was The State Of Affairs
AW-0536-RO
bühne
1986
Emotional
AW-0537-KR
verfremdet
2022
Unfold
AW-0538-TS
symbolisch
2023
Intercepted Message
AW-0539-RO
illustration
NEU
2026
13
AW-0541-ZG
silhouette
2010
Kasabian
AW-0542-TS
abstrakt
2009
Temporary Pleasure
AW-0543-PE
gruppe
2011
Happiness V Sadness
AW-0544-ZG