Kasabian – Kasabian

Charles Milles Manson, 1934 in Cincinnati geboren, ist ein US-amerikanischer Verbrecher. Bekannt geworden ist er hauptsächlich durch den „LaBianca Mord“, als er das Ehepaar und Besitzer einer Supermarktkette Leno und Rosemary LaBianca an der Westküste Kaliforniens auf grausame Art und Weise ermordete. Er war Gründer der „Charles Manson Family“ die zunächst als friedliche Hippie-Kommune um den Sänger begann und später nach zahlreichen Morden in Death Valley Ihr Ende fand. Neben Susan Atkins, Charles Watson und Leslie Van Houten war unter anderem auch Linda Kasabian ein Mitglied der Manson Family und zugleich Fahrerin. Ihren großen Auftritt hatte Sie am 8. August 1969, als Sie Susan Atkins, Charles Watson und Patricia Krenwinkel auf das Anwesen von Sharon Tate und Roman Polanski gefahren hatte und nach dem Massaker am Cielo Drive in Bel Air fuhr, sowie am folgenden Tag an dem Mordanschlag an der Familie LaBianca beteiligt war. Diese düstere Vergangenheit hat also die britische Rockband aus Leicester inspiriert und den Namen „Kasabian“ in Anlehnung an Linda Kasabian zum offiziellen Bandnamen ausgewählt. Aber sollte man klar zwischen der Manson Family und den Herren aus Leicester differenzieren, Kasabian verfolgen keineswegs satanistische und nazistische Ideen von Aleister Crowley, sondern vielmehr Ihre Eigenen und wenn mal ein Blick abseits der eigenen Arbeit landet, dann auf der, anderer englischen Indie Bands – Sogar manchmal etwas mehr als unbedingt nötig gewesen wäre. Tatsächlich ist der Vergleich von Manson und Kasabian mehr als suspekt, wenn man die Einzigartigkeit nebeneinander stellen würde. Das Quintett um Sänger Tom Meigham ist nüchtern betrachtet nichts anderes als das vermeintlich große Ding, das uns die Majorplattenfirmen glaubwürdig verkaufen und unterjubeln wollen. Die elementaren Kniffe, die so richtig unter die Haut fahren, gibt es natürlich auch – allerdings werden diese bereits in den Anfangsminuten allesamt verheizt. ‚ Club Foot ‚, ‚ Processed Beats ‚ und ‚ Reason Is Treason ‚ fügen sich perfekt in das neueste UK Outfit ein, sie klingen schnoddrig, flegelhaft und klopfen uns mit Ihren Kick Drum-Beats aus den Federn. Einzig ‚ L.S.F. verändert noch einmal unseren Bewusstseinszustand und versetzt uns in einen dunklen und psychoaktiven Rausch der Sinne. Aber für eine permanente Veränderung der Wahrnehmung reicht es leider nicht und so ist das Abenteuer ‚ Kasabian ‚ nur teilweise empfehlenswert, denn abhängig wird man davon gewiss nur wenig und das Verlangen nach anderen Drogen wird somit schnell zu einer Suchtverlagerung führen.