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Porträt einer Frau mit welligem Haar und glitzerndem Oberteil vor neutralem Hintergrund.
ALBUM

Strange Little Girls TORI AMOS

2001

STANGE LITTLE GIRLS ist ein Coveralbum, das die gespaltene Psyche von TORI AMOS ebenso gut abdeckt wie ihre vielfältigen musikalischen Einflüsse.

Überlassen wir es der seltsamen Tori Amos, die Idee eines Cover-Albums völlig auf den Kopf zu stellen. Wenn Amos das Lied eines anderen interpretiert, wärmt sie nicht einfach die Musik und den Text auf; Sie hat 13 verschiedene Rollen als Erzählerinnen erfunden – eine für jedes Lied. Wie zu erwarten war, hat sie sich beim Ausgangsmaterial ein paar Freiheiten genommen, daher ist dies nicht gerade John Lennon’s Rock and Roll. Andererseits ließ sie sich auf ihre Einbildungen ein – ein pensioniertes Showgirl, das „Enjoy the Silence“ von Depeche Mode singt. Alle sind angemessen mit Tori-Charakter beladen, denn nicht jeder kann Slayer’s „Raining Blood“ als schwerfälliges Moll-Klagelied nachbilden, sich dann umdrehen und das Gleiche für 10cc’s „I’m Not in Love“ tun. Eminem’s „Bonnie and Clyde ’97“ wird zu einem spannungsgeladenen Streichquartett-Monolog; Amos’ erstarrend ruhiger Vortrag legt die schrecklichen Implikationen offen, die durch Slim Shady’s schnelles verbale Chaos verdeckt werden.

Der Reichtum von Toris stark nachhallendem Wurlitzer verleiht dem Velvet Underground-Cover von „New Age“ eine einzigartige Tiefe. Ihre Tonarten behalten die verträumte psychedelische Atmosphäre des Originals von 1969 bei. Amos‘ schwerer Gesang verleiht der Sexualität, die Lou Reed’s Worte vermitteln, die richtige Portion Schwüle. Adrian Belew’s Gitarrenspiel passt wunderbar zu der Stimmung, die Tori geschaffen hat. Die einzige Single aus dem Album ist Tori’s Version von „Strange Little Girl“ von The Stranglers. Sie verleiht dem Song einen eher 70er-Jahre-Touch, indem sie sich für das elektrische Piano anstelle der Original-Synthesizer entscheidet und eine rasante Drum-Progression erzeugt, die einen vom Anfang des Songs an schnell fesselt. Amos restrukturiert das temporeiche „Happiness Is A Warm Gun“ der Beatles in eine epische historische Lektion über die Waffenplage in Amerika, erzählt aus der Perspektive von Mark David Chapman’s Hure.

Amos‘ Beschäftigung mit Tod und Waffen setzt sich auf einem Cover von „I Don’t Like Mondays“ der Boomtown Rat’s fort, das sie in ein leises, gewalttätiges Schlaflied verwandelt: “The lesson today is how to die.” „Strange Little Girls“ wird die ständige Debatte über Verrückte und Göttinnen, die um Amos herumschwirren, nicht lösen; Für beide Standpunkte gibt es zahlreiche Beweise. Noch wichtiger ist, dass die Platte uns dazu zwingt unsere Vorstellungen davon, „who the real men are“, ernsthaft zu hinterfragen.

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Porträt einer Frau mit welligem Haar und glitzerndem Oberteil vor neutralem Hintergrund.

Tori Amos – Strange Little Girls

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Basierend auf Stimmung, emotionalem Profil und Klangcharakter von „Strange Little Girls“.

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