Tom Petty – Wildflowers and All the Rest

Diese beeindruckende Sammlung ist eine rührende Hommage an TOM PETTY’s bleibendes Erbe und zeigt seine Offenheit, Kunstfertigkeit und sein emotionales Verständnis für große Geschichten. Dies ist ein echtes Muss für jeden TOM PETTY Fan.

In den frühen neunziger Jahren erlebte Tom Petty seine zweite große Erfolgswelle. Er hatte zwei hochfliegende Jahrzehnte damit verbracht, Hits zu machen und mit seiner Band, den Heartbreakers, zu touren. Er hatte zwei Platin-Alben als Teil der Travelling Wilburys veröffentlicht, einer Supergruppe mit Bob Dylan, George Harrison, Roy Orbison und Jeff Lynne von ELO. Und mit Lynne als Produzent hatte er zwei kommerzielle Monster geschaffen: 1989 das Solo Debüt „Full Moon Fever“ und 1991 „Into the Great Wide Open“ mit Band. Kreativ war der Himmel die Grenze, aber persönlich war sein Leben ein Durcheinander. Seine Ehe mit der ersten Frau und Jugendliebe, die in Florida geborenen Jane Benyo, fiel auseinander. Es war Zeit weiterzumachen.

Reaktion auf diese Zeit. Es war auch das erste Album von Tom Petty auf dem Label Warner Bros. Als das massive 25-Song-Endprodukt zur Genehmigung eingereicht wurde, sträubte sich das Label gegen seine Länge und bestand darauf, dass es auf eine immer noch bullige 15-Song-CD reduziert wird, die schließlich im November 1994 veröffentlicht wurde. Bis vor kurzem wussten nur eine Handvoll Mitarbeiter über die ursprünglich beabsichtigte Form des Albums Bescheid. Songs wie „Confusion Wheel“ und „Hung Up and Overdue“ gewinnen dadurch und aufgrund der zutiefst introspektiven Themen, die den Großteil dieser Zusammenstellung durchziehen, eine noch größere Bedeutung.

„Wildflowers“ mit all dem Rest aus dem Jahr 1994 bleibt auch im Jahr 2020 zeitlos hörbar: Humor, Weisheit, ein wenig Geilheit und ein spürbares Gefühl der Hoffnung. Viele finden immer noch, dass das letzte Lied „Wake Up Time“ das traurigste Lied ist, das Petty jemals geschrieben hat. Unabhängig davon bekräftigen in noch größerem Maße die anhängenden fünfzehn Demos und Heimaufnahmen Petty und Rubin’s Vorstellung von einer umfangreicheren Veröffentlichung. Und diese stellt auch den großen Ehrgeiz dar, der vor dem unerwarteten Tod von Petty unerfüllt blieb. Unabhängig davon, ob die Wahrnehmung auf einem der aufwendigen Formate basiert, die mehrere Essays, Texte, Grafiken und eine Reihe von Fotos enthalten, bietet ihre Existenz wertvolle Einblicke in den kreativen Prozess. Am Ende ist dies die nachhaltigste aller möglichen Ergänzungen zu Petty’s Vermächtnis.