The Weeknd – Beauty Behind The Madness

Im Schatten des Selbsthasses stolziert  Abel Tesfaye als The Weeknd durch die wehmütige Düsternis. Sein Bestreben ist der  größte Popstar der Welt zu sein. Die Kampagne war unerbittlich. Auftritte auf den Soundtracks von The Hunger Games und Fifty Shades of Grey, auch bei der Einführung von Apple-Musik war der Mann aus Ontario, Kanada, präsent und erhielt öffentliche Zusprechungen von Größen wie Taylor Swift und Tom Cruise. »Beauty Behind the Madness« ist dabei ein herrlicher Widerspruch, der vesucht alle Dinge für alle Fans, alt und neu, in sich zu vereinen. Und irgendwie funktioniert es.

Ebenso funktioniert es auf dem neuen Album, schwergewichtige Namen in die Tracklist fließen zu lassen. Es verschafft Glanz und ohne Zweifel ein paar Dollar mehr.  Der Kanye West-produzierte Track »Tell Your Friends«, das etwas stockende Stück »Dark Times« mit Ed Sheeran und dann wäre da noch »Prisoner« mit der zauberhaften Lana Del Rey, die im zweiten Teil stimmlich für Abwechslung sorgt. Das Album dreht sich aber um einen ganz anderen Song. »Can’t Feel My Face« gibt uns einen feinen Hauch an Transformationen. Empathie entsteht in dem Streicher-untermalten »Earned It«, seltsam tröstlich wirkt dagegen »As you Are« und »In the Night« ist eine schlanke Pop-Ballade mit schweren Unterströmungen.

Nicht vergessen werden darf »Angel«, eine herrliche Power-Ballade im ernsten Gewand, die mit dem Wunsch endet: „I hope you find somebody to love.“ Mit »Beauty Behind the Madness« wächst Weeknd in den Mainstream hinein und auch wenn die Texte an Tiefe vermissen lassen, so beweist er enorme Vielseitigkeit und hält sich alle Wege für die eigene Zukunft offen.