The Smiths – The Sound Of The Smiths

Ja die Smiths waren schon eine großartige Band, keine Frage. 1982 in Manchester gegründet verlief Ihre Karriere steil nach oben, gelten bis heute als Erfinder des modernen Indie Rock und wurden 2004 vom Musikmagazin NME noch vor den Beatles zum „Most Influential Artist“ gekürt. Dies in einer Bandgeschichte von gerade mal fünf Jahren zu vollbringen verdanken die Smiths natürlich in erster Linie Ihrem kontroversen und charismatischen Frontmann Morrissey, besonders in den 1980er avancierte er mit seinem außergewöhnlichen Auftreten und den provokativen Äußerungen zu einer Popikone. Lädt man junge Bands der Neuzeit auf ein Interview ein, werden viele die Smiths als Ihr Vorbild und musikalische Einflussquelle nennen. Darunter zählen sich auch Größen wie Oasis, Placebo, Muse oder Blur. Nun ist also die Karriere von den Smiths schon mehr als zwanzig Jahre Geschichte und trotz der Ewigkeit wurden Sie nicht vergessen. Dabei waren Sie in der Zeit Ihres Bestehens außerhalb Großbritanniens kommerziell kaum erfolgreich und wurden erst im Laufe der Zeit zu einer echten Kultband rund um Sänger Morrissey. Warum an dieser Stelle so viel Zeit für ausufernde Erzählungen abseits der neuen Platte ‚ The Sound Of The Smiths ‚ bleibt, liegt hauptsächlich daran das es nicht viel Neues zu erzählen gibt. Die alten Fans kennen sowieso die Hits und die Platten von damals, die etwas jüngere Generation dagegen kennt mit Sicherheit eine der zahlreichen Best-Of-Compilations die in den letzten zwanzig Jahren erschienen sind.

So bleibt die Frage im Raum stehen wieso noch eine dieser Collections ohne Besonderheiten in den Regalen stehen muss. 23 Titel umfasst die erste CD und beinhaltet eine Auswahl an Songs quer durch alle Alben. Ausgesucht von Morrissey, gemastert von Johnny Marr und fügt sich damit nahtlos in die Geschichte von der Band ein, dass die anderen Ex-Mitglieder auch weiterhin nichts zu sagen haben und außen vor bleiben. So finden sich Songs wie ‚ William, it was really nothing ‚ oder auch ‚ Hand in glove ‚ wieder und lassen einen direkt in die Zeit von damals entschwinden, in der sowieso noch alles besser war. Wie gesagt, über den Sinn dieser Zusammenstellung lässt sich streiten, aber wenn damit tatsächlich Menschen für begeistert werden können, die davor noch nichts von den Smiths gehört haben umso besser. Für alle anderen kommt dann doch noch ein spannender Zusatz mit ins Spiel. So fallen einige Live- und BBC Versionen mit rein, sowie ruhigere Stücke die damals die Platten in Ihrer Grundsubstanz zusammen hielten. Natürlich kann das bei einer Zusammenstellung, die übrigens wie auch die erste CD chronologisch geordnet ist, nicht ansatzweise so gut funktionieren wie es zu damaligen Zeiten auf den regulären Platten der Fall war.

Für Liebhaber und Sammler ist auch mit dem nächsten Best Of Album eine Freude gemacht, ebenso für Menschen denen Ihre Platten über die letzten zwanzig Jahre verloren gingen. Es finden sich all Ihre schönsten Hits und Momente wieder, nur auf die Songs in der zweiten Reihe wurde verzichtet, und bleibt somit dennoch eine lohnende Anschaffung rund um die Band The Smiths und Ihrem charismatischen Frontmann Morrissey.