Strange Wilds – Subjective Concepts

Das Debütalbum der Strange Wilds aus Olympia ist fest in der pazifischen Nordwest Grunge Tradition und im Hardcore der breiteren Westküste eingebettet. Klang und Ästhetik erinnern an die frühesten Werke von Nirvana. »Pronoia« ist ein schwammiges Stück mit sauberen Gitarrensounds, aufgedrehten Verstärkern und einem plätschernden Up-Tempo-Bass-Riff in der Norm des laut/leise/laut Rahmen. Im weiteren Verlauf haben wir dann zwar alles schon einmal gehört – und gelegentlich auch besser. Es ist nicht schlecht, aber es bewegt sich nur selten über dem gewohnten Potpourri hinaus. Das Album wurde gemeinsam mit Jackson Long in den Robert Lang Studios aufgenommen und produziert, anschließend von Long in den Hear Me Shimmer Studios gemixt und zu guter Letzt im RFI Studio gemastert. Es ist der Nachfolger der »Wet EP« aus dem Jahr 2014. Gegen Ende des Debüts erleben wir in »Lost And Found« nochmals einen echten Aufwind. Ein melodisches Konzept innerhalb der Strukturen des College-Radios treten zum Vorschein, während Trommeln merkwürdig schleppend die Gitarren nach vorne tragen und gemeinsam in eine dynamische Rezeptur fallen. Letztlich ist es ein sehr kompaktes und engagiertes Gesamtwerk einer leistungsfähigen und zusammenhängenden Gruppe, die mit Blick in die Zukunft noch so einiges erreichen kann.