Slowthai – Nothing Great About Britain

Das Debüt „Nothing Great About Britain“ durchdringt alles. Es ist eine fantastische ersten Platte des zukünftigen Stars Tyron Frampton aus Northampton . „Bottle of bucky in Buckingham Palace“ spuckt er uns direkt im ersten Song ins Gesicht. Es folgen schneidende Schüsse auf die Monarchie, die Polizei und fast jede nationale Institution, die man sich vorstellen. Oh und er nennt die Königin eine Fotze. Ja das Debüt „Nothing Great About Britain“ ist eine kriegerische Protestleistung und mag auf den ersten Blick wie eine einfache, satirische Prügelei der angeblich großen Nation erscheinen, aber unter die Oberfläche geblickt, findet sich eine ganze Fülle an Erkenntnissen, Beobachtungen und mutiger Ansichten. Dieses Debüt spiegelt die heutige Gesellschaft und ihr stumpfes Geschehen wider. slowthai malt ein perfektes Bild eines geschwächten und müden Großbritanniens.

 

 

All diese Eindrücke werden über dröhnende Instrumentals getragen und beginnen mit dem Titeltrack „Nothing Great About Britain“. Dieser gibt den Startschuss für das Album und zeigt die grausame Existenz des vorgetäuschten britischen Stolzes, der in der heutigen Gesellschaft vorherrscht. Zum Abschluss des eindringlichen Rap-Monologs über das Alltagsleben wirft er eine C-Bombe auf Queen Elizabeth. Dieser aggressive Ton setzt sich während der gesamten Aufnahme über „Dead Leaves“ und „Grow Up“ fort und erreicht seine höchste Brutalität in dem gemeinschaftlichen Song „Inglorious“ mit Skepta. Musikalisch sind die Beats manchmal zu dünn und der langsame Fluss zu desorientiert. Aber es gibt Energie in Hülle und Fülle, vor allem auf der ersten Single „Doorman“. Die Vision des Albums von Großbritannien im Jahr 2019 ist überzeugend, kraftvoll und zutiefst düster – eine überzeugende und provokative Platte mit erfrischend direkten Texten.

https://youtu.be/Ib2-bnJv51I
9.3