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Abstraktes Cover mit brauner und schwarzer Fläche, Titel in blauer Schrift.
ALBUM

The Blackened Air NINA NASTASIA

2002

In sechzehn kurzen Liedgedichten fixiert NINA NASTASIA Bilder von emotionalem Realismus in unseren Köpfen, wie eine Kuratorin Gemälde in einer Ausstellung aufhängen würde.

Die neuen Songs werden von Nina Nastasia’s klarer Stimme und einfachem Gitarrenspiel getragen, aber über ihnen hängt eine wahnsinnige Begleitgruppe, die hauptsächlich aus Cello, Akkordeon, Violine und Säge besteht. Als ob ihre inneren Dämonen Stimmen bekommen hätten und durch ihre Beichtgesänge hervorgeschlüpft wären. Meistens hängen sie herum und verspotten uns mit ihren rauen Texturen. Wie ein Spukhaus, das bedrohlich knarrt und einsinkt, können die Songs einem nie ganz vormachen, dass sie unschuldig sind. In diesen Liedern sind ganz sicher Geister präsent. Gelegentlich reißen sie los und erzeugen gottlose Schreie, die mehr mit den Noise-Jams von Sonic Youth zu tun haben als mit irgendetwas anderem. Aber ebenso schnell verschwinden sie auch wieder. Wie schön ist „The Blackened Air“? Bemerkenswert schön, obwohl es alles andere als ein reibungsloser Aufenthalt in diesem Spuckhaus ist.

Mit der Unterstützung von Produzent Steve Albini flirtet ihre Instrumentierung mit antikem Country, ihre Songs setzen Akzente mit eindringlichen, Appalachian-geflügelten Geigen und Bogensägen, gemischt mit einem vage bedrohlichem Cello und Mandoline, sowie einem ergreifenden, hellen Akkordeon. Die Gesamtästhetik erinnert jedoch eher an eine Post-Rock-Ballade, die an skurrile Percussion gebunden und mit klanglichen Akzenten übersät ist. Von heulenden Flammen bis hin zu warmen Lagerfeuern und leeren Schuppen gestikuliert sie mit einer mühelos klaren Stimme, die fast zu hübsch ist, zu einer fieberhaften Vorstellungskraft. Manchmal hört man vielleicht die junge Joni Mitchell, aber Nastasia’s düstere Sensibilität ähnelt eher der von Labelkollegin Shannon Wright. Die Songs bleiben sparsam, aber ganz, unterbrochen von stimmungsvollen Streichern, Sägen und Akkordeons. Sie schließt mit dem verschlafenen „That’s All There Is“, einem schmerzlich resignierten Country-Song über schwankende Liebe. 

Es gibt eine wunderbare Kompliziertheit auf „The Blackened Air“, die einer großen Schönheit gleichkommt und Dämonen mit dem Versprechen eines Kusses herbeilockt. Absolut hinreißend.

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Abstraktes Cover mit brauner und schwarzer Fläche, Titel in blauer Schrift.

Nina Nastasia – The Blackened Air

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